Corona-Krise: Thüringer Firmengründer fürchten um ihre Existenz

Erfurt.  In Thüringen stehen viele Firmengründer in der Corona-Krise wirtschaftlich erheblich unter Druck - jeder zweite Unternehmer fürchtet um seine Existenz.

Jeder zweite Unternehmer in Thüringen fürchtet wegen Corona um seine Existenz.

Jeder zweite Unternehmer in Thüringen fürchtet wegen Corona um seine Existenz.

Foto: Tom Weller / dpa

Viele Firmengründer in Thüringen fürchten infolge der Corona-Krise um ihre Existenz. Das belegt eine aktuelle Umfrage der Thüringer Zentrums für Existenzgründung und Unternehmertums (Thex). Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Demnach sehen sich 90 Prozent der Befragten durch die Krise in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, nahezu jede dritte Firma musste ihren Geschäftsbetrieb vorübergehend einstellen und erlitt einen kompletten Umsatzverlust.

Aussichten mehr als getrübt

Und auch die Aussichten sind derzeit noch mehr als getrübt. So erwarten mehr als 90 Prozent der Unternehmer auch in den kommenden drei Monaten negative Auswirkungen auf ihren Umsatz. Allerdings halbiert sich der Anteil der Befragten, die einen kompletten Umsatzverlust befürchten.

Die Ergebnisse der Befragung seien noch sehr stark von den aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt, räumt das Thex ein. „Dennoch geben die Ergebnisse uns wichtige Impulse, um unsere Unterstützungsangebote wirksam weiterzuentwickeln“, versichert Thex-Chef Dirk Wegler. Aus diesem Grund sei auch geplant, die Umfrage in drei Monaten zu wiederholen.

Verlust des direkten Kundenkontaktes gehört zu Hauptgründen

Die Hauptgründe für die Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Tätigkeit sind demnach der Verlust des direkten Kundenkontaktes, der Ausfall von Veranstaltungen, aufgeschobene Kaufentscheidungen der Kunden und der Ausfall von Messen und Events. Das alles habe – zusammen mit fehlender Kinderbetreuung – zu erheblich reduzierter Liquidität geführt. Von den existenzbedrohten Unternehmen sind 44 Prozent solo-selbstständig, 65 Prozent sind Unternehmerinnen.

Betroffen sind Firmen aus den Branchen Kunst, Unterhaltung und Kreativwirtschaft sowie Dienstleister und Gastronomen. Den größten Unterstützungsbedarf sehen die Gründer bei der Finanzierung von digitaler Infrastruktur. Auch bei der Überarbeitung ihrer Geschäftsmodelle und der Entwicklung von Kooperationen ist Hilfe gefragt.

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