Thüringer Feuerwehrverband ehrt früheren Ministerpräsidenten Vogel mit Ehrenkreuz

Erfurt  Der Feuerwehrverband würdigte am Mittwochabend in Erfurt das Lebenswerk des früheren Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU).

v.l.n.r  Lars Oschmann (Chef des Thüringer Feuerwehrverbandes), Birgit Diezel (CDU/Landtagspräsidentin), Bernhard Vogel, Tobias Bauer, (Vizechef des Feuerwehrverbandes)  

v.l.n.r  Lars Oschmann (Chef des Thüringer Feuerwehrverbandes), Birgit Diezel (CDU/Landtagspräsidentin), Bernhard Vogel, Tobias Bauer, (Vizechef des Feuerwehrverbandes)  

Foto: Kai Mudra

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Thüringens früherer Ministerpräsident, Bernhard Vogel (CDU), ist am Mittwochabend in Erfurt mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold geehrt worden. Der Vorsitzende des Thüringer Feuerwehrverbandes, Lars Oschmann, überreichte dem 77-Jährigen die höchste Auszeichnung der Feuerwehren in Deutschland auf einem Empfang im Landtag. Der Feuerwehrverband würdigt damit das Lebenswerk des CDU-Politikers aber auch sein Engagement für die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz und später in Thüringen. Bernhardt Vogel war von Februar 1992 bis Juni 2003 Ministerpräsident in Thüringen.

Zugleich legte der Feuerwehrverband unter Anwesenheit der Fachpolitiker der Landtagsfraktionen aber auch von Innenminister Georg Maier (SPD), eine „politische Agenda zur Landtagswahl“ vor, die elf Forderungen des Verbandes an die Ende Oktober neu zu wählenden Abgeordneten des Landtags und die künftige Landesregierung enthält. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Neuausrichtung der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz. Diese müsse die Lehrgänge für Führungskräfte und Laufbahnlehrgänge für hauptamtliche Feuerwehrleute absichern. Spezialausbildungen sollten kritisch geprüft werden.

Mittelfristig solle die Schule zu einem Kompetenzzentrum für ehrenamtliche Feuerwehrleute in Thüringen entwickelt werden. Zugleich fordert der Verband die Modernisierung des Brandübungshauses, damit dieses den modernen Anforderungen entspricht

Der Feuerwehrverband setzt sich auch für ein thüringenweit einheitliches Netz zur digitalen Alarmierung bei der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr ein. Wegen der hohen Kosten könne diese Aufgabe nicht den einzelnen Kreisen überlassen werden. Auch das Leitstellensystem in Thüringen müsse deutlich optimiert werden. Die künftigen Leitstellen sollten mit einheitlicher Software und gleicher Technik ausgestattet werden.

Weitere Forderungen des Verbandes betreffen unter anderem die Verbesserung des Katastrophenschutzes in Thüringen sowie die Förderung der Bildungs- und Jugendarbeit.

Innenminister Georg Maier würdigte die Leistungen der Feuerwehrleute beim Retten von Menschenleben, beim Löschen von Bränden oder der Hilfe bei Katastrophen wie beispielsweise Hochwasser. Oft seien die Feuerwehren aber auch entscheidend für den Zusammenhalt in den Gemeinden im Land, fügt der SPD-Politiker an. Dieser Mittwoch ist ein guter Tag für die Feuerwehren in Thüringen, ergänzt zum Abschluss Georg Maier. Denn die Polizei habe wieder einen Hubschrauber, der aus der Luft bei der Brandbekämpfung helfen könne.

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