Werrastadt entschiedet sich klar für Reinz als neuen Bürgermeister

Michael Reinz ist neuer Bürgermeister der Stadt Treffurt. Als gestern Abend die Stimmen ausgezählt waren, war das Ergebnis an Klarheit kaum zu überbieten. Der parteilose Reinz holt 82,1 Prozent , sein CDU-Widerpart Markus Rippel schaffte 17,9 Prozent.

Michael Reinz ist Wahlsieger. Foto: H. Kleinschmidt

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Treffurt. Zwar ist ein Vergleich mit der 2006-er Wahl nur bedingt aussagekräftig, aber damals gaben nicht einmal 50 Prozent der Treffurter ihre Stimme ab, diesmal lag die Wahlbeteiligung bei 70,9 Prozent.

Und eine klare Angelegenheit war es für Reinz in allen Wahllokalen. Ob in Treffurt, Großburschla oder Schnellmannshausen, immer holte Reinz knapp 80 Prozent. Nur im Heimatort Falken erreichte er "nur" 76,2 Prozent.

"Ich habe mit einem knapperen Ausgang gerechnet. Aber ich bin glücklich, zum einen über die so hohe Wahlbeteiligung und dann darüber, dass die Treffurter ein deutliches Signal für einen überparteilichen Auftrag als Bürgermeister gegeben haben", berichtete der Wahlsieger. Er werde als Nachfolger von Bernd Rosenbusch alles tun, "um für Treffurt ohne Parteibuch alle unter einen Hut zu bekommen".

Der Wahlkampf sei hart gewesen und teilweise auch unter der Gürtellinie, findet der 41-jährige Familienvater. Aber dies will Reinz nicht weiter kommentieren und das werde keinerlei Einfluss auf sein Wirken im Rathaus oder im Stadtrat haben. Der Vater zweier Kinder hat den Eindruck, dass er im Stadtrat auf die Unterstützung oder zumindest das Wohlwollen der meisten Abgeordneten vertrauen kann. Vermutlich Anfang nächster Woche tritt Reinz sein Amt an.

Sein Konkurrent Markus Rippel war gestern "sehr enttäuscht". Auch er hatte mit einem solch klaren Ausgang gegen ihn nicht gerechnet. In den Stadtteilen sei es ihm offensichtlich nicht gelungen, sich bekannt genug zu machen. "Da hat die Wahlkampfzeit nicht ausgereicht", schätzt Rippel ein. Und in Treffurt selbst seien seine Argumente völlig von der Debatte "um die Parteipolitik" überlagert worden. "Ich hätte nicht gedacht, dass es in einer kleinen Stadt wie Treffurt möglich ist, dass es solche Anfeindungen gegen mich und meine Familie gibt. Das war eine traurige Erfahrung", so Rippel. Sein Stadtratsmandat will er behalten. Der neue Bürgermeister feierte den Wahl-Abend auf dem Normannstein.

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