ZPS legt nach: Anti-Höcke-Plakate nahe Bornhagen sind jedoch illegal aufgestellt

Bornhagen  Das selbst ernannte „Zentrum für politische Schönheit“ legt nach. Plakate, die gegen den AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke gerichtet sind, stehen an der Landesstraße nach Bornhagen, dem Wohnort des AfD-Politikers.

Diese Plakate standen an der Zufahrtsstraße. Die Polizei prüft, ob es sich um einen strafrechtlich relevanten Sachverhalt handelt.

Foto: zgt

Auf den Bannern ist das Konterfei Höckes zu sehen und es ist in großen Lettern „Landolf Ladig“ und „NPD“ zu lesen. Die Urheber greifen damit die These des Soziologen Andreas Kemper auf, dass Höcke unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ in einer NPD-Postille des Parteifunktionärs Thorsten Heise rechtsextreme und staatsgefährdende Texte verfasst habe. Eine weitere Unterstützerin dieser These ist die aus der AfD ausgetretene Ex-Bundesvorsitzende Frauke Petry. Diesen Punkt hat sie auch in ihrem Antrag auf Parteiausschluss von Björn Höcke eingebracht, über den eine Entscheidung weiter aussteht. Mit Plakaten haben es die Mitglieder der Gruppe aber nicht bewenden lassen. Sie haben in umliegenden Orten 12.400 Flugblätter verteilt, wie eine Sprecherin dieser Zeitung bestätigte. In der vergangenen Woche waren sie bundesweit in den Schlagzeilen, weil sie gegenüber Höckes Wohnhaus einen Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals enthüllten. Das hatte Höcke im Januar als „Denkmal der Schande bezeichnet“.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Stefan Möller, sagte dieser Zeitung: „Die Urheber dieser Plakataktion wärmen eine bereits mehrfach gescheiterte Rufmordkampagne von Höcke-Hassern erneut auf. Hier paart sich der Mangel an Anstand und Fairness mit fehlender Kreativität.“

Die Plakate stehen indes illegal an der Zufahrtsstraße. Denn die Abstände zum Kreuzungsbereich seien nicht eingehalten. Abgesehen davon sei die Plakatierung nicht angemeldet gewesen, heißt es vom Ordnungsamt.

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