Zukunft von Nordhausen-Nord weckt Interesse

Nordhausen  Etliche Bewohner bei der Bürgerversammlung von der Stadt Nordhausen und Wohnungsunternehmen. Der Planungsentwurf ist kein Dogma.

Zu Beginn der Bürgerversammlung war das Begegnungszentrum im Nordhaus voll.

Zu Beginn der Bürgerversammlung war das Begegnungszentrum im Nordhaus voll.

Foto: Marco Kneise

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Der Saal im Begegnungszentrum Nordhaus ist am Montagabend voll. So voll, dass sogar Inge Klaan von der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) kurzerhand mit anpackt und Stühle herbei holt, damit sich so viele Bürger wie möglich erneut bei einer Versammlung über den Rahmenplan für Nordhausen-Nord informieren können. Diese Mal jedoch ergänzte man die Rahmenstudie durch den Entwurf des Preisträgers zum klimagerechten Umbau des Ossietzky-Hofs, da dieser erst kürzlich verkündet wurde. Da jedoch der Stadtrat noch nicht sein Okay gegeben hat, liegen diese Informationen noch nicht in gedruckter Form für die betroffenen Bewohner vor. Dennoch wolle man von Beginn an transparent sein, so Inge Klaan, und informiere daher zeitnah.

So lassen sich die meist älteren Zuhörer zunächst eine Stunde lang im Schnelldurchlauf durch die Vertreter des Planungsbüros Teleinternetcafe und den HWK-Landschaftsarchitekten berieseln. Zu schnell und zu leise, wie einige des Öfteren kund tun. Außerdem sei nicht alles bei der Beamerpräsentation lesbar, wie beispielsweise Straßennamen.

Im Vortrag klärt man die Definition des Rahmenplans und einer klimagerechten Quartierentwicklung, genauso wie den Stadtloop und die drei Meilensteine, die sich zeitlich in langfristig, mittelfristig und bis zum Jahr 2025 untergliedern. Da langfristig jedoch einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren definiert, ruft dies bei einigen Gelächter hervor. „So lange lebe ich gar nicht mehr“, hört man aus den Sitzreihen.

Daher ergeben sich bei der Bürgerversammlung Fragen, die zunächst zurückhaltend fallen, doch dann mehr und mehr aufkommen: Wie sehen transparente Erdgeschosse aus? Werden die bisherigen Wohnungsgrundrisse umgeplant? Was heißt Barrierefreiheit? Fallen die bisherigen Garagen weg und kommen dafür Parkhäuser?

Inge Klaan von der SWG und Sven Dörmann von der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) stellen sich diesen Fragen. Dennoch gibt Klaan zu verstehen, dass noch nichts Konkretes für die Wohnungen in Stein gemeißelt ist. Daher lichten sich nach der Pause auch spürbar die Zuhörerreihen, als Inge Klaan weiter beruhigt: „Noch ist der Umbau des Ossietzky-Hofs ein Planungsentwurf und kein Dogma.“ Man wollte jedoch die betroffenen Bewohner über die Feiertage nicht schmoren lassen.

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