13-jährige Eichsfelderin spendet ihre Haare an ein schwerstkrankes Kind

Dingelstädt  Ida Eckart aus Dingelstädt möchte helfen und krebskranken Kindern eine Freude machen. Sie lässt ihre fast hüftlangen Haare abschneiden und spendet sie.

Noch bis zum 26. Juni hat die 13-jährige Dingelstädterin Ida Eckart die Haare bis etwa zur Hüfte.  Nun trägt sie einen Bob.

Noch bis zum 26. Juni hat die 13-jährige Dingelstädterin Ida Eckart die Haare bis etwa zur Hüfte.  Nun trägt sie einen Bob.

Foto: Familie Eckart

Es dauert nur ein paar Minuten. Ein paar Minuten, die nun Überwindung kosten und zuvor viel Geduld fordern. Denn Ida Eckart lässt sich am 26. Juni, 17.50 Uhr, über 30 Zentimeter Haare abschneiden. Das Besondere: Die 13-Jährige spendet ihre Haare für krebskranke Kinder.

Von dem Verein Die Haarspender erfährt die Dingelstädterin vor über einem Jahr. „Ich habe es in einer Mädchenzeitschrift gelesen.“ Und davon ist sie direkt begeistert. Sie möchte auch etwas Gutes tun und helfen. Also spricht das Mädchen mit den Eltern offen und ehrlich über sein Vorhaben. Natürlich seien die Eltern Susann und Andreas Eckart erst einmal überrascht gewesen. Doch Ida hat den Beschluss für sich bereits gefasst und lässt von dem Tag an die Haare wachsen. Es bedarf natürlich viel Geduld, denn es müssen mindestens 30 Zentimeter Haare sein. Doch die heute 13-Jährige hält tapfer durch. Am Ende sind ihre Haare etwa auf Hüfthöhe. „Ich möchte helfen, denn die Kinder tun mir sehr leid.“ Die Schülerin meint, es sei sicher sowieso schon schlimm genug für die Kinder, wenn sie an Krebs erkrankt seien. Hinzu würde der Verlust der Haare kommen. Ida hofft, dass sie durch ihre Spende einem anderen Kind eine Freude machen und vielleicht ein Stück Normalität und Lebensgefühl schenken kann. Denn das ist der 13-Jährigen am wichtigsten. Susann und Andreas Eckart sind natürlich sehr stolz auf ihre Tochter. Obwohl sie zugeben, dass es erst einmal ungewohnt sei. Denn schließlich habe Ida schon immer lange Haare gehabt. Aber sie helfe mit ihrem Engagement anderen Kindern, und das sei „einfach toll.“ Andreas Eckart meint auch, vor dieser Krankheit sei keiner gefeit, das könne jedem widerfahren. „Und dann ist die Freude über eine solche Spende vielleicht groß.“

Ida Eckart fühlt sich mit ihrer neuen Frisur und ihrer Aktion, ihre Haare zu spenden, sehr wohl. „Es ist noch etwas ungewohnt, aber mir gefällt es.“ Außerdem würden die Haare doch wieder nachwachsen. Nun trägt die 13-Jährige einen Bob.

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