Am Heidkopftunnel wird es ernst

Arenshausen.  Sanierung für knapp sieben Millionen Euro steht bevor. Erste vorbereitende Arbeiten beginnen am 1. Oktober.

Die Sanierung des Heidkopftunnels beginnt in diesen Tagen.

Die Sanierung des Heidkopftunnels beginnt in diesen Tagen.

Foto: Eckhard Jüngel

Aufgrund von Fahrbahnschäden im Tunnel und auf den asphaltierten Vorfeldern wird der Heidkopftunnel der Autobahn 38 zwischen der Anschlussstelle Arenshausen und den neuen Behelfszufahrten bei Reckershausen vom 1. November bis zum 28. Dezember in Richtung Göttingen voll gesperrt. Das teilte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit.

Außerdem müssten die elektrotechnische Einrichtung des Tunnels erneuert und der Verkehr auf der A 38 durch das Anbringen von Netzen im Bereich des Westportals vor herunterfallenden Gegenständen wie Steinen geschützt werden.

An diesem Mittwoch noch werden die Wartungsarbeiten der elektronischen Anlagen von 20 bis 5 Uhr durchgeführt. Dabei würden die Lautsprecher, Notrufsäulen, die Beleuchtung und Belüftung sowie die elektronische Beschilderung durch eine Fachfirma überprüft und gewartet. Bedingt durch die hohe Staub- und Lärmentwicklung, so die Behörde, müssten diese Arbeiten vorgezogen werden.

Vorbereitende Bauarbeiten beginnen am 1. Oktober

Nach der turnusmäßigen Wartung wird ab 1. Oktober mit den Bauarbeiten für die Hauptbaumaßnahme begonnen. Zunächst stehen die baulichen Vorarbeiten für die Sanierung der Vorfelder des Westportals und des Heidkopftunnels an. Hierfür wird vom 1. bis 18. Oktober der Verkehr zunächst einspurig an der Baustelle und an den Behelfsrampen vorbeigeführt.

Ab 19. Oktober startet die in Fahrtrichtung Göttingen die Fahrbahnerneuerung des Vorfeldes und im Heidkopftunnel selbst. Planmäßig soll diese vor Weihnachten beendet sein, heißt es. Danach wird bis zum 31. Januar 2021 die elektrotechnische Ausstattung der Tunnelröhre erneuert. Gleichzeitig erfolgt die Sicherung des Westportals durch den Einbau von Stahlnetzen. Um einen sicheren Betrieb des Heidkopftunnels zu gewährleisten, wurde ein Verkehrsführungskonzept entwickelt, das eine „wechselweise Nutzung des Tunnels und der Umleitungsstrecken der neu erstellten Behelfszufahrten (Reckershausen)“ vorsieht.

Pendlerströme werden durch jeweils freie Röhre geführt

Bei dem tageszeitlichen Richtungswechselbetrieb wird die durch den Verkehr stärker belastete Fahrtrichtung durch die jeweils freie, also südliche Tunnelröhre geleitet und der schwächere Strom über die Umleitung mit den Behelfszufahrten geführt. Die Umleitung U 85a führt bei Sperrung der Ostrichtung (Leipzig) über die temporäre Rampe, die L 566, L 1001, B 80 und an der Anschlussstelle (AS) Arenshausen wieder auf die A 38 in Richtung Halle/Leipzig. Bei Sperrung der Westrichtung (Göttingen) führt die Umleitungsstrecke über die U 58a von der AS Arenshausen über die B 80, die L 1001 und L 566 über die temporäre Rampe wieder auf die A 38 in Richtung Göttingen.

Für die Optimierung der Umleitungsstrecken wurde die Lichtsignalanlage an der Kreuzung B 80/L 1001 dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen angepasst, und der Knoten B 80/L 3080 (Richtung AS Arenshausen) wird ab dem 15. Oktober soweit umgebaut, dass die Bundesstraße 80 dann vorfahrtsberechtigt sein wird. Die Ankündigungstafeln für die geänderte Verkehrsführung (Vorfahrt geändert) werden in der 40. Kalenderwoche aufgestellt.

Ab dem 19. Oktober, so die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, werde der Verkehr an der Baustelle wie folgt vorbeigeführt: Vormittags bis 11.30 Uhr und am Wochenende wird der Verkehr grundsätzlich nach Göttingen auf der A 38 belassen. Ab 12 Uhr und in der Nacht bis 2 Uhr wird er nach Halle grundsätzlich auf der A 38 Richtung Halle geführt. Ab 11.30 bis gegen 12 Uhr und von 2 bis 2.30 Uhr erfolgt der Umbau der wechselseitigen Verkehrsführung. In dieser Zeit ist die Autobahn voll gesperrt, und beide Verkehre fahren über die Umleitungsstrecken U 85a und U 58a. Die Umleitung führt über die Behelfsrampen und die ausgeschilderte Umleitungsstrecke.

Anschlussstelle und Brücke in Arenshausen voll gesperrt

Die Anschlussstelle Arenshausen in Richtung Göttingen ist ab 18. Oktober 2020 bis 30. April 2021 voll gesperrt. Die Pendlerparkplätze im Bereich der Anschlussstelle sind nicht mehr zu nutzen und werden ebenfalls gesperrt.

Die Brücke in Arenshausen, Halle-Kasseler-Straße, wird für den Durchgangsverkehr beidseitig für die Dauer der Bauarbeiten ab 18. Oktober auch gesperrt.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 6,89 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

Auf den umliegenden Straßen, so die Behörde, wird es zu Behinderungen kommen. Soweit möglich sollten die Verkehrsteilnehmer diesen Bereich großräumig umfahren. „Witterungsbedingt kann es bei den Arbeiten außerhalb des Heidkopftunnels zu Verschiebungen kommen.“ Im nächsten Jahr soll dann die südliche Tunnelröhre saniert werden, hierzu werde es eine gesonderte Mitteilung geben.