Benefizkonzert für ein königliches Instrument

Wintzingerode.  Die Orgel der Wintzingeröder Kirche muss dringend saniert werden. Jetzt gab es ein beeindruckendes Benefizkonzert.

Der Kirchenchor Breitenworbis unter Leitung von Gerhard Kohl und die Bläser von Battern Brass gestalteten das Konzert in St. Katharina. Die Spenden kommen der Restaurierung der Orgel zu Gute.

Der Kirchenchor Breitenworbis unter Leitung von Gerhard Kohl und die Bläser von Battern Brass gestalteten das Konzert in St. Katharina. Die Spenden kommen der Restaurierung der Orgel zu Gute.

Foto: Eckhard Jüngel

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Bis auf den letzten Platz war die Kirche St. Katharina in Wintzingerode beim Benefizkonzert am Wochenende gefüllt. Die über 200 Frauen, Männer und jungen Leute wollten nicht nur dabei sein, um sich auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen zu lassen, sondern es ging auch um den guten Zweck: die Sanierung der Orgel.

Da es sich um die Königin der Instrumente handelt, war die Atmosphäre entsprechend festlich. Viele Kerzen brannten und tauchten den Kirchenraum in ein warmes Licht. Und musikalisch wurde den Gästen auch einiges geboten. Diesen Part übernahmen der Kirchenchor aus Breitenworbis unter der Leitung von Gerhard Kohl sowie die Bläser von Battern Brass.

Dankeschön für Musiker und Sänger

„Es war ein wunderbares Konzert, das stimmungsvoller nicht hätte sein können. Dafür gebührt allen Akteuren ein ganz herzliches Dankeschön“, sagt Else Rosenthal, die noch immer ganz angetan ist und die im Nachgang viele Anrufe von begeisterten Gästen erhalten hat. Aber schließlich hatten die Vorbereitungen auch ein Jahr gedauert. Der Erfolg spricht nun seine eigene Sprache.

Nach dem Konzert hatten die Gäste Zeit für nette Gespräche bei Glühwein und Bratwurst, die der Karnevalsverein anbot.

Mittlerweile ist es die dritte Benefizveranstaltung, die das ehemalige Gemeindekirchenratsmitglied für die Orgelsanierung organisiert hat. Dass das Instrument einer Kur unterzogen wird, liegt Else Rosenthal sehr am Herzen. Und auch wenn sie nicht mehr dem Rat angehört, so wird sie dennoch nicht ruhen, bis die Arbeiten erfolgt und die Orgel wieder zum Lobe des Herrn erklingt.

Vier Register nicht mehr bespielbar

Gebaut wurde sie 1850 von Carl Heyder,1971 von der Firma Gebrüder Voigt aus Bad Liebenwerda restauriert und umgebaut. „Seit dem wurden an ihr jedoch keine Wartungsarbeiten mehr vorgenommen, und das ist das Problem“, meint Else Rosenthal. Vier Register sind nicht mehr bespielbar, der Motor aus tiefster DDR-Zeit ist zu laut, der Blasebalg schon geklebt. Der Holzwurm macht dem Instrument ebenfalls zu schaffen, und die Elektroinstallation müsste auch erneuert werden. Das alles kostet Geld und ist ein großes Projekt für eine kleine Gemeinde wie Wintzingerode. Rund 50.000 Euro braucht es nach Schätzung der Wintzingeröderin. 25.000 Euro seien bislang zusammengekommen – durch Spenden, die Benefizveranstaltungen sowie dank der Unterstützung unter anderem der Kreissparkasse, der Stadt Leinefelde-Worbis und des Denkmalschutzes. Doch es braucht weitere Spenden, denn erst die Hälfte der benötigten Summe ist aufgebracht.

Nächstes Jahr sollen die Arbeiten an der Orgel Schritt für Schritt beginnen. Drei Gutachten sind erstellt, erklärt Else Rosenthal, die weiß, dass die Heiligenstädter Firma Orgelbau Brode den Auftrag übernehmen soll. Wenn alles hergerichtet und in Ordnung gebracht ist, dann kann Organist Uwe Baum die Königin der Instrumente in St. Katharina wieder zum Klingen bringen.

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