Berlingerode: Ein neues Wohngebiet und Kinderwünsche

Berlingerode.  Eigenheimstandort in Berlingerode soll nächstes Jahr erweitert werden und einen Spielplatz bekommen.

Die Gemeinde Berlingerode plant einen neuen Spielplatz. Mathis und Jakob  dürfte das freuen, denn im Dorf gibt es derzeit nur einen.

Die Gemeinde Berlingerode plant einen neuen Spielplatz. Mathis und Jakob  dürfte das freuen, denn im Dorf gibt es derzeit nur einen.

Foto: Eckhard Jüngel

750.000 Euro will die Gemeinde Berlingerode im Haushalt 2021 für das neue Gewerbegebiet sowie die Erweiterung des Wohngebietes am Ortsausgang in Richtung Bleckenrode einstellen. Für letzteres Vorhaben liegen die Pläne noch bis Ende des Monats öffentlich aus. Im kommenden Jahr, so hofft Bürgermeister Daniel Bertram (CDU), soll der Startschuss für die Erschließungsarbeiten fallen.

Vorgesehen ist, dass die Eigenheimbauer dann im Jahr darauf bauen können. Das Wohngebiet „Bleckenröder Berg“ hat momentan dreizehn Bauplätze, elf sollen nun noch einmal dazu kommen. Gern hätte die Gemeinde vor einigen Jahren gleich das gesamte Areal erschlossen, da es auch Interessenten gab. Doch das wurde nicht genehmigt. Vielmehr gab es den Verweis vom zuständigen Amt, sich erst der Baulücken im Dorf anzunehmen. Die sind heute fast alle geschlossen. Darauf legte die Kommune auch selbst wert, wie Daniel Bertram sagt, denn schließlich gehe es um das Gesamterscheinungsbild.

Was das neue Wohngebiet allerdings auch bekommen wird, ist ein Spielplatz. Einen, mitten im Ort gibt es heute. Doch in einem Dorf mit rund 1200 Einwohnern und zahlreichen jungen Familien, ist das nach Ansicht des Ortschefs zu wenig. Hinzu kommt, dass das Areal für die kleinen Kinder gedacht ist. Für die Größeren fehlen Spielmöglichkeiten. Das sehen auch diese so und haben sich jetzt ganz höflich an den Bürgermeister gewandt und ihm eine Skizze übergeben, wie sie sich ihr Gelände vorstellen würden. Die Mädchen und Jungen – 42 haben das Schreiben unterzeichnet – wünschen sich eine Fahrradanlage unter anderem mit Pumptrack, also eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, sowie einem Amateur- und Fortgeschrittenenabschnitt. Auch Sitzgelegenheiten sollten nach Meinung der jungen Leute nicht fehlen.

Das Anliegen der Kinder und Jugendlichen versteht Bertram, wohl wissend, dass ihnen ein altersgerechter Treffpunkt fehlt. Trotzdem würde er sich wünschen, dass es auf dem jetzigen Spielplatz etwas sauberer aussehen würde, denn dort finden sich zunehmend leere Flaschen und Scherben.

In diesem Jahr hat man in Berlingerode trotz Corona-Pandemie allerdings auch einiges geschafft, beispielsweise wurden 60.000 Euro in Sanierungsarbeiten im Gemeindezentrum investiert. Erneuert wurden die Sanitäranlagen, Heizung sowie Brandschutztechnik. Jetzt geht es an die Wände und Fußböden. Wird das Dorf mit den anderen Orten der Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, sollen die Arbeiten außen fortgesetzt werden.

Fertig gestaltet ist derweil der Angerplatz. Hier, so der Wunsch, soll noch eine E-Bike-Ladestation installiert werden. Und hat man die, könnte sie vielleicht ein Türöffner für weitere Projekte sein oder zumindest das Augenmerk des Landkreises auf den Ort lenken. Denn was fehlt, so der Bürgermeister, ist eine Radeweganbindung. Der Eichsfelder Wanderweg führe schon an Berlingerode vorbei, aber die Radfahrer hätten wenig Möglichkeiten, ihrer Leidenschaft zu frönen. Vom Radtourismus würde auch das Eichsfelddorf gern profitieren, denn dort gibt es beispielsweise drei Pensionen und zwei kleine Gaststätten. Steht die neue Ladestation, können die E-Bikefahrer diese kostenlos nutzen. Die Kosten übernimmt die Gemeinde.