Das Eichsfeld-Kochbuch ist wieder da

Eichsfeld.  Autoren lassen wegen großer Nachfrage längst vergriffenes Werk nachdrucken – und die Hälfte ist schon wieder weg.

Das längst vergriffene Eichsfeld-Kochbuch ist wieder zu haben. Steffen Preiß bietet die Neuauflage in der Eichsfelder Bücherstube in Heiligenstadt und in der Buchwelt Leinefelde an.

Das längst vergriffene Eichsfeld-Kochbuch ist wieder zu haben. Steffen Preiß bietet die Neuauflage in der Eichsfelder Bücherstube in Heiligenstadt und in der Buchwelt Leinefelde an.

Foto: Eckhard Juengel

Als vor zwölf Jahren das Eichsfeld-Kochbuch erschien, war noch nicht abzusehen, dass es reißenden Absatz findet. „Es war damals ein Versuch, ein Experiment sozusagen“, sagt Steffen Preiß. Ganz schnell war es vergriffen. Immer wieder aber gab es Nachfragen in den Eichsfelder Buchläden, ob es eine Neuauflage geben wird. Jetzt steht das grüne rund 140 Seiten starke Werk wieder in den Regalen.

„Die Anfragen haben sich extrem gehäuft“, sagt Preiß, Inhaber der Eichsfelder Bücherstube in Heiligenstadt und der Buchwelt in Leinefelde. Er hatte von Karin Bohm-Lancé beide Geschäfte im Februar übernommen. Und sie hatte damals gemeinsam mit dem Heiligenstädter Jens Kohl, dem Klausenhof-Wirt Klaus Röhrig und Marion Stolze aus Gerterode, die leidenschaftlich gern die Rezepte ihrer Großmutter nachkochte, das Werk konzipiert, die Gerichte getestet, fotografiert, Anekdoten rund um die Gerichte und Orte gesammelt und schließlich das Buch herausgegeben.

Als sich nun in den vergangenen Wochen und Monaten die Kundenanfragen nach einer Neuauflage massiv häuften, sprach Karin Bohm-Lancé mit ihren ehemaligen Mitstreitern, ob sie denn noch einmal eine Reihe Exemplare nachdrucken lassen wollen. „Alle gaben sofort ihr Einverständnis.“ Druckfrisch ist „Das Eichsfeld-Kochbuch – Zwischen Schmandkuchen und Feldgiecker“ inzwischen eingetroffen. „Und die Hälfte ist schon wieder weg“, sagt Steffen Preiß, der froh ist, das Buch so schnell in den Händen halten zu können und genauso erfreut über den Zuspruch ist.

Toll sei es vor allem, dass es viele junge Leute sind, die nach dem Kochbuch fragen. „Viele sind weggezogen, besuchen ihre Familien und wollen Stück Heimat wieder mitnehmen“, hat Steffen Preiß erfahren. „Da helfen wir doch gern.“ Denn auch bei ihm weckt ein Rezept im Buch besondere Gefühle: „Gefüllter Schweinemagen. Das erinnert mich an Oma und Opa.“ Aber nicht nur Deftiges, sondern auch Leichten und Süßes ist im Kochbuch zu finden. Natürlich ist der Eichsfelder Zwiebelkuchen vertreten, genau wie Arme Ritter deftig oder süß. Asbacher Dachsbraten, Eichsfelder Sauerkraut, ja auch der Brodefanzkuchen, Seulinger Kartoffelauflauf, dazu noch „Tante Gretchens Eierschiffchen“, die berühmten sauren Klebchen, sogar Bornhagener Schlachtesuppe, Mokka-Flip, Fixkreppel, Schneewittchen-Nachtisch, Eichsfelder Schüttchen, Bischofferöder Mohnkuchen, Rosenlikör und Diebichen können gekocht werden. Diese und noch mehr Rezepte sind mit Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen aus dem Eichsfeld garniert. Und wer bislang Äpfel verschmähte, wird sie nach einem Gedicht im Buch geradezu lieben.

Steffen Preiß kündigt noch einen weiteren Nachdruck an. Nicht vom Kochbuch, sondern von den „verlorenen Kulturstätten des Eichsfeldes“. Er sei bereits beauftragt. „Wir rechnen spätestens Anfang November mit dem Eintreffen.“

Zu haben ist das Kochbuch ausschließlich in der Eichsfelder Bücherstube in Heiligenstadt und in der Buchwelt Leinefelde. „Ein ganz tolles Weihnachtsgeschenk“, ist sich Steffen Preiß sicher.