Das neunminütige Zittern der Germanen

Wüstheuterode  Fußball-Landesklasse: Germania Wüstheuterode besiegt den starken FSV Sömmerda nach hartem Kampf mit 4:3

Germanias Torjäger Martin Gastrock-Mey (r.) im Duell mit dem Sömmerdaer Jonas Watzke.

Germanias Torjäger Martin Gastrock-Mey (r.) im Duell mit dem Sömmerdaer Jonas Watzke.

Foto: UWE PETZL

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Zahlreiche Schweißtropfen standen Trainer André Thüne am gestrigen Sonntagnachmittag nicht nur wegen der wärmenden Sonne auf der Stirn, sondern auch nach dem Anschlusstreffer des FSV Sömmerda neun Minuten vor Schluss in der Fußball-Landesklasse II zum 4:3 (3:1) bei seiner Germania Wüstheuterode.

Der 43-Jährige dachte dabei schon mit Schrecken an die Schlussphasen gegen Motor Gispersleben (3:3) und Eintracht Sondershausen II (2:2), als seine Elf noch Sekunden vor dem Abpfiff die Ausgleichstore kassierte. Diesmal ging der Kelch aber an den Germanen vorüber, die mit Kampf und Bravour den knappen Vorsprung ins Ziel retteten.

„Der Heimsieg war schwer erkämpft, aber völlig verdient“, bemerkte der Lenteröder, der aber den Gästen eine starke Leistung und heftige Gegenwehr attestierte. Besonders in den ersten 45 Minuten begeisterten die Hausherren ihre knapp 120 Fans, erhielten beim Gang in die Kabine den verdienten Zwischenbeifall. Es hätte zur Pause 4:1 stehen können, hätte der spiel- und laufstarke Mittelfeldspieler André Herburg nicht die Riesenchance zum 4:1 ausgelassen, als er frei aus wenigen Metern Gästekeeper Attila Notas anschoss, statt das runde Leder unerreichbar in eine der beiden Ecken zu schieben.

Die Germanen fanden auch nach dem Wiederanpfiff wieder schnell ihren Rhythmus, spielten aber ihre verheißungsvollen Angriffe nicht konsequent zum möglichen 4:1 aus. So kam, was kommen musste. Mit einem Sonntagsschuss aus 25 Metern sorgte Paul Kunze nach einer Stunde wieder für einige Nervosität auf der Wüstheuteröder Bank. Als der Rückkehrer Marcus Wenzel mit seinem zweiten Tagestreffer den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte, schien für alle Germanen und ihre Anhänger die Entscheidung gefallen. Aber Paul Kühler sorgte mit seinem Treffer noch einmal für neunminütige Spannung bei den Eichsfeldern, die beim Schlusspfiff freudig und erleichtert die Arme hochrissen.

„Gott sei dank haben wir in der Schlussphase konsequent in der Abwehr gearbeitet und keinen weiteren Gegentreffer mehr zugelassen“, betonte der am Ende glückliche Wüstheuteröder Coach, der diesmal keine Veranlassung sah, sich an diesem sonnigen Nachmittag noch selbst einzuwechseln.

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