Der Unglückstag des traurigen Maciej Wolanski

Teistungen  Fußball-Verbandsliga: Wacker Teistungen verliert in hektischen 90 Minuten mit 1:4 gegen die BSG Wismut Gera

Der Teistunger Routinier André Hackethal (links) im Kampf um das begehrte Streitobjekt auf dem Lindenberg mit einem Angreifer der BSG Wismut Gera.

Der Teistunger Routinier André Hackethal (links) im Kampf um das begehrte Streitobjekt auf dem Lindenberg mit einem Angreifer der BSG Wismut Gera.

Foto: UWE PETZL

Die knapp über 100 Zuschauer erlebten am gestrigen Sonntagnachmittag auf dem Lindenberg einen wahren Fußballkampf in der Verbandsliga zwischen Wacker Teistungen und Wismut Gera, den die spielerisch überzeugenden Kicker aus der Otto-Dix-Stadt nach 90 turbulenten und aufregenden Minuten nicht unverdient mit 4:1 (1:0) für sich entschieden.

Zwei Akteure standen dabei besonders im Mittelpunkt. Zum einen der wieselflinke und kaum zu bremsende Wacker-Angreifer Maciej Wolanski und der Erfurter Schiedsrichter Wolfgang Gäbler. Als der Vollblutstürmer Mitte der ersten Halbzeit in voller Fahrt auf dem Weg zur Führung für seine Wackeraner war und kurz vorm Strafraum zu Fall kam, beging der Referee einen fatalen Irrtum und zeigte dem Polen für eine angebliche „Schwalbe“ die gelbe Karte. „Das war eine glatte Fehlentscheidung, denn der gegnerische Abwehrspieler gab hinterher zu, dass er Maciej Wolanski beim Rettungsversuch getroffen hat“, sagte Wackers erfahrener Angreifer Thomas Ballüer nach Spielschluss.

Die Verwarnung sollte noch eine folgenschwere Bedeutung haben. Nach einer Stunde erzielte der Teistunger mit einer beeindruckenden Energieleistung den Anschlusstreffer zum 1:2. Als er schnell das Leder aus dem Netz holen wollte, kam es zum Gerangel mit einem hinter dem Tor sich befindenden Auswechselspieler der Gäste. Geras Torwart Maurice Geenen nahm den Wackeraner anschließend in den Schwitzkasten. Nach einigen tumultartigen Minuten und Befragung seines Assistenten zeigte der Unparteiische Maciej Wolanski die gelb/rote Karte, verwarnte den Keeper lediglich und zeigte auch dem Reserveakteur die gelbe Karte.

Nach der Führung der Gäste durch den überragenden spielstarken Torjäger Rico Heuschkel (34.) , der kurz nach der Pause auch das 0:2 markierte, wurde Maciej Wolanski von Geenen im Strafraum zu Fall gebracht, scheiterte aber anschließend mit seinem Foulelfmeter am Geraer Zerberus.

Nach den Tumulten im Anschluss an das 1:2 beruhigte sich die hektische Partie Gott sei Dank in den restlichen 30 Minuten, wurde von den Protagonisten eine Eskalation vermieden. Die dezimierten und stark ersatzgeschwächten Eichsfelder besaßen noch durch Spielmacher Michal Wolanski eine Doppelchance zum Ausgleich, mussten aber in der Schlussphase ihrem Kräfteaufwand Tribut zollen und hatten Glück, dass die spielstarken Ostthüringer nur zwei ihrer zahlreichen Torchancen noch nutzten.

Beim Abgang in die Kabine musste sich der Erfurter Unparteiische noch heftige Kritik der aufgebrachten heimischen Fans anhören. „Wir hätten unsere wenigen Chancen nutzen müssen, der Schiedsrichter fällte einige unglückliche und unverständliche Entscheidungen“, sagte Wackers Sportdirektor Michael Böduel nach den 90 dramtischen Minuten, erkannte aber die Dominanz der technisch versierten Gäste an. Derweil saß der unglückliche Maciej Wolanski traurig am Spielfeldrand und konnte den unglücklichen Nachmittag mit dem verschossenen Elfer und der Ampelkarte nur schwer verdauen.

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