Eichsfeld: Bundesweite Kooperation für Malerklassen angestrebt

Leinefelde  Die Staatlichen Berufsbildenden Schulen Eichsfeld und Beruflichen Schulen Groß-Gerau arbeiten zusammen. Weitere Partner sind angedacht.

Tina Emmelmann gehört zur Malerklasse. Auch sie würde von der Kooperation profitieren. Foto: A. Pfaff

Tina Emmelmann gehört zur Malerklasse. Auch sie würde von der Kooperation profitieren. Foto: A. Pfaff

Foto: A. Pfaff

Es ist ein Meilenstein. Der Beginn einer Kooperation, die über die Ländergrenzen hinaus gehen soll. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Malern. Denn die Staatlichen Berufsbildenden Schulen Eichsfeld und die Beruflichen Schulen Groß-Gerau wollen in dieser Ausbildungsschiene zusammenarbeiten.

Der Leinefelder Lehrer Thomas Winkler reist seit zwei Jahren im gesamten Bundesgebiet in verschiedene Berufsschulen. „Bisher habe ich in 45 Schulen meine Ideen vorgestellt.“ Noch in dieser Woche geht es für den engagierten Pädagogen nach Husum und Kiel. Denn sein Ziel ist, das Wissen rund um die Ausbildung der Maler zu konservieren und weiterzuentwickeln. Außerdem strebt er einen regen Austausch zwischen den Schulen hinsichtlich der Ausbildung an. Marc Willwohl, Lehrer der Schule in Groß-Gerau, sieht das ähnlich. Denn auch er wünscht sich diese Kooperation und ist deshalb seit zwei Tagen in der Leinefelder Einrichtung. Er durchläuft den Unterricht bei Thomas Winkler und anschließend tauschen sich die Männer aus. Denn bei ihnen steht nicht nur die Wissensvermittlung im Fokus. Es gehe auch um praxisnahe Arbeit, die methodisch-didaktische Herangehensweise und um differenziertes Arbeiten. Auch die Digitalisierung ist ein breites Feld, das im Rahmen der Ausbildung bedient werden soll. Marc Willwohl lobt zudem die angenehme Arbeitsweise und das Klima, denn die Eichsfelder Schüler können in verschiedenen Räumen arbeiten. „Oftmals werkelt jeder Jugendliche an einer anderen Aufgabe.“

Fachtagung ist ebenfalls angedacht

Spannend ist für beide Lehrer, die sich jeweils an den Lehrplan des eigenen Bundeslandes halten müssen, wie jeweils die andere Schule Themen aufgreift und umsetzt. Auch an dieser Stelle möchten sie in engem Austausch stehen, um das Beste des anderen zu übernehmen und für sich zu verwenden.

Der Grund für diese angedachte bundesweite Zusammenarbeit: „In den kommenden Jahren brechen viele Kollegen vor allem durch den Ruhestand weg und mit ihnen das Wissen rund um die Ausbildung“, befürchtet Thomas Winkler und bringt es auf den Punkt.

Neben der Kooperation soll es noch eine Fachtagung geben. Dafür sollen zunächst die Fachlehrer der verschiedenen Berufsschulen eingeladen werden. Während dieser Tagung stünden dann das Konzept und die Kooperation im Mittelpunkt. So zumindest stellen sich das die beiden Berufsschullehrer vor. Doch das ist noch Zukunftsmusik, jetzt geht es erst einmal um die Zusammenarbeit zwischen Thüringen und Hessen.

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