Eichsfelder bringen Weihnachtsmarkt nach Russland

Kaliningrad.  Eichsfelder und Mühlhäuser haben in Kaliningrad den Weihnachtsmarkt mitgestaltet. Die Waffeln von Sabine Weiterer aus Leinefelde waren dabei ebenso ein Renner wie die Plätzchen, die sie mit Zita Busse gebacken hatte.

Zum sechsten Mal haben Eichsfelder und Mühlhäuser einen Weihnachtsmarkt in Kaliningrad erfolgreich mitgestaltet und geprägt.

Zum sechsten Mal haben Eichsfelder und Mühlhäuser einen Weihnachtsmarkt in Kaliningrad erfolgreich mitgestaltet und geprägt.

Foto: Reiner Schmalzl

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„Wir können uns den Weihnachtsmarkt nicht mehr ohne euch vorstellen. Wenn ihr nicht mehr kommt, dann kommen wir zu euch“, sagte Pfarrer Alexander Krewskij begeistert zu einer Abordnung aus dem Eichsfeld und aus Mühlhausen nach dem Weihnachtsmarkt in der katholischen Pfarrei „Zur heiligen Familie“ im russischen Kaliningrad, dem früheren Königsberg. Die Thüringer haben nun schon zum sechsten Mal in der Mühlhäuser Partnerstadt einen Adventsmarkt auf dem weitläufigen Gelände der Pfarrei am Flussufer des Pregel mitgestaltet und geprägt.

Den feierlichen Auftakt bildete zunächst ein Festgottesdienst mit mehr als 200 Christen aus der Region Kaliningrad sowie den Gästen aus Deutschland. Dabei wurde das Vaterunser in Russisch, Deutsch, Litauisch und Polnisch gebetet. Nach der Messe und den ganzen Tag über konnte die rund 20 Quadratmeter große Krippenlandschaft in der Kirche bewundert werden. Die Kinder waren besonders begeistert, als der Nikolaus seine Runden drehte und dann allerhand Plüschtiere verteilen konnte. Der Nikolaus ist in Russland sehr selten, während eigentlich Väterchen Frost als die dortige Variante des Weihnachtsmannes erst in der Neujahrsnacht die Kinder beschenkt.

Die aus dem Eichsfeld mitgebrachte Waffelbäckerei unter Regie der Leinefelderin Sabine Weiterer lief mehrere Stunden auf Hochtouren. Neben den frischen Waffeln erwiesen sich auch die von Zita Busse und Sabine Weiterer in Leinefelde gebackenen Weihnachtsplätzchen als wahre Renner unter den Gästen. Glühwein und Kinderpunsch gab es am Stand von Stefan Haustein aus Küllstedt.

Neben jeder Menge Süßigkeiten, hatten die Thüringer auch wärmende Wollsachen für Kinder und Erwachsene mitgebracht. Die Mühlhäuserinnen Charlotte Sölter und Christine Richter sorgten mit weiteren Strickerinnen aus der Pfarrei Petri/Margareten neben Socken und Handschuhen auch für Schals und Mützen im aktuellen Modetrend.

Hocherfreut waren schließlich die Schönstätter Marienschwestern Angele und Gisela sowie die Gemeindereferentin Viktoria, dass die guten Geister aus dem Eichsfeld und der Region Mühlhausen wieder für einen glanzvollen russischen Weihnachtsmarkt gesorgt hatten. Immerhin brachte er einen Erlös von rund 2700 Euro, mit dem man weiterhin die Suppenküche und eine Ambulanz betreiben sowie Kinder, Familien, Obdachlose und Alleinstehende in dem offenen Gemeindetreff betreuen kann. Freuen durften sich auch die Menschen in Gwardejskoje (ehemals Mühlhausen) über allerhand Weihnachtsgeschenke aus dem 1000 Kilometer entfernten thüringischen Mühlhausen.

Die mitgereiste Landtagsabgeordnete Christina Tasch aus Küllstedt und deren langjährige Fraktionskollegin Elke Holzapfel (beide CDU) aus Mühlhausen freuten sich schließlich ihrerseits über die große Resonanz.

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