Eichsfelder Kulturbetriebe machen Verlust

Heiligenstadt  Jahresbericht 2018 im Kreisausschuss vorgelegt. Der macht auch den Weg frei für einen Gesundheitskoordinator

Der Landkreis Eichsfeld führt bekanntermaßen die Eichsfelder Kulturbetriebe, zu denen die Musikschule und das Kulturhaus gehören. In der Sitzung des Kreisausschusses am vergangenen Donnerstag war es an Landrat Werner Henning (CDU), den Jahresabschluss zum 31.Dezember 2018 der beiden Einrichtungen bekanntzugeben.

So ergab sich ein Gesamtverlust von 1.249.954 Euro, wobei 401.531 Euro auf das Kulturhaus und 848.422 Euro auf die Musikschule entfallen. Letzteres, so der Landrat, ertrage man immer etwas leichter, weil man damit auch die gute Tat für die Schüler verbinde. Natürlich würde man gerne auch das Kulturhaus betreffend eine andere Zahl sehen, aber das diene ja auch zur Erhaltung der Kultur. Er machte auch deutlich, dass sich das Haus zu 80 Prozent des Spielbetriebes über die Kartenverkäufe finanziere.

Die künstlerische Leiterin des Kulturhauses, Cathleen Köchy, führte aus, dass sich die Zahl auf dem Niveau des Vorjahres bewege, jedoch leicht gestiegen sei. Die Differenz betrage 35.000 Euro. Dies sei einer tariflichen Erhöhung der Personalkosten, der Verringerung der Zinserträge, nötig gewordener Reparaturmaßnahmen und der Erhebung von Straßenausbaubeiträgen geschuldet. Im Jahr 2018 konnte das Kulturhaus 18.955 Besucher zählen. Das entspricht einer Auslastung im Theatersaal von rund 84 Prozent. Im Vorjahr waren es 82 Prozent. Nach Abzug aller veranstaltungsbedingten Ausgaben konnte ein Einnahmeplus von 54.562 Euro erzielt werden.

Was die Musikschule angeht, kam Leiter Jens Greßler zu Wort und ergänzte, dass die Schülerzahlen sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegten mit geringfügigem Rückgang. Zurzeit seien es um die 822 Schüler. Der Rückgang habe auch mit dem Ausscheiden von Kollegen zu tun, deren Stellen nur bedingt nachbesetzt werden konnten.

Weiterhin ging es im Kreisausschuss um den Aufbau und die Entwicklung kommunaler Kooperations- und Koordinierungsstrukturen für die Gesundheitsförderung und Prävention im Eichsfeld. Über fünf Jahre gebe es dafür eine Förderung vom Land, als Anschubfinanzierung, bei der auch Eigenmittel eingeplant werden müssen. Mit diesem könne eine Personalstelle gefördert werden, die als Gesundheitskoordinator im Gesundheitsamt verortet werden kann. Das Ziel ist, diese Stelle auch über den Förderzeitraum hinaus zu erhalten.

Amtsärztin Judith Rahrig erläuterte, dass dafür ein Gesundheitswissenschaftler angedacht sei. Der sei vielleicht schwer im Landkreis zu finden, man wolle aber optimistisch an die Sache heran gehen. „Ich hoffe, dass Sie eine tolle Person finden, die genau das macht, was sie sich wünschen“, richtete der Landrat seine Worte an die Amtsärztin.

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