Ein Bild der Verwüstung am Waldrand von Breitenworbis

Sebastian Grimm
| Lesedauer: 2 Minuten
Die Party vor der Waldhütte zieht eine Anzeige nach sich. 

Die Party vor der Waldhütte zieht eine Anzeige nach sich. 

Foto: Cornelius Fütterer

Breitenworbis.  Bürgermeister von Breitenworbis verärgert. Partygesellschaft wird angezeigt.

Dort, wo sonst die Mädchen und Jungen des Breitenworbiser Kindergartens spielen und so einiges über den Wald erfahren, tat sich am Sonntagmorgen ein Bild auf, das Bürgermeister Cornelius Fütterer nur mit dem Kopf schütteln lässt. „Ein Gemeinderatsmitglied hat mich um 9 Uhr informiert, dass es an der Waldhütte unmöglich aussieht“, sagt Fütterer. Bilder, die der Bürgermeister auf seinem Handy zeigt, zeugen von einer nächtlichen Party.

Als der Bürgermeister eine Stunde später den Ort des Geschehens besichtigt, traut er seinen Augen nicht, denn zwei Männer sind dabei aufzuräumen. Feuertonnen, Campingstühle, leere Bierkisten, volle Schnapsflaschen und Bierflaschen stehen verteilt vor der Waldhütte und auf dem kleinen Parkplatz. Auf letzterem, unterhalb der Waldhütte, sieht Fütterer zudem eigens herangekarrtes Feuerholz. Er sucht das Gespräch mit den zwei Aufräumenden. Danach erneutes Kopfschütteln. „Wir haben früher auch gefeiert, wurden aber anders erzogen. Wenn man da oben schon feiert, kann man hinterher wenigstens selber gleich wieder aufräumen. Hinzu kommt, dass wir eine Ausgangssperre wegen der Coronapandemie haben. Ich kann nicht verstehen, dass Väter dort aufräumen“, sagt Fütterer, der im Gespräch erfahren hat, dass die zwei Männer nicht zu der Gesellschaft gehört haben, die einen Abend vorher ausgelassen feierte.

Bei den Personen, die es sich oberhalb von Breitenworbis am Waldrand gemütlich machten, handele es sich um keine Breitenworbiser. „Unsere Bürger achten darauf, dass alles ordentlich ist. Wir haben Informationen, wer hier war. Es wird sicher eine Anzeige geben.“ Es könne gern an der Waldhütte gefeiert werden, aber das Areal müsse danach wieder ordentlich verlassen werden. „Wenn hier Fremde vorbeigekommen sind, ist das Gerede vorprogrammiert. Die sagen dann: ‘Schau mal, wie es hier aussieht. Die Batterschen feiern sogar bei Corona, obwohl es verboten ist.’“

Fütterer hofft, dass das Vorkommnis ein Einzelfall bleibt. „Ich kann nur an die Leute appellieren“, sagt der Bürgermeister, mehr könne er nicht tun, da sich das Gelände weit außerhalb des Ortes befindet.