Erich Oberkersch ist seit 25 Jahren Ortschef in Ferna

Ferna.  Bürgermeister haben es nicht leicht – das weiß auch Erich Oberkersch. Nur aus Altersgründen will er 2022 nicht wieder für das Amt kandidieren.

CDU-Kreischef Thadäus König bedankt sich bei Erich Oberkersch (CDU) für das Engagement. Er ist seit  ist seit 25 Jahren Bürgermeister von Ferna.

CDU-Kreischef Thadäus König bedankt sich bei Erich Oberkersch (CDU) für das Engagement. Er ist seit ist seit 25 Jahren Bürgermeister von Ferna.

Foto: Sigrid Aschoff

Genau 25 Jahre ist Erich Oberkersch (CDU) Bürgermeister von Ferna. In zwei Jahren läuft die Amtszeit aus. „Mit 75 werde ich nicht noch einmal kandidieren“, sagt er. Viel ist passiert, manche Herausforderung musste gemeistert werden. Da fiel zum Beispiel die Entscheidung, nicht mit der Stadt Leinefelde-Worbis zu fusionieren, sondern sich der Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld anzuschließen.

Drei Baugebiete wurden realisiert, so dass die Einwohnerzahl von 484 im Jahre 1990 auf heute 584 stieg. „Im Gebiet Neuer Weg/Hinter den Höfen haben wir 33 Bauplätze geschaffen. Mancher Kritiker meinte, das bekomme ich nie voll. Doch es ist belegt“, sagt Oberkersch. Nun will er in der Schulstraße ein weiteres auf den Weg bringen mit noch einmal acht Grundstücken. Die Nachfrage ist da, sogar noch um einiges größer. In diesem Jahr soll in der Straße zudem ein neues Kanalsystem verlegt werden. „Auch wenn manches schwierig war, bis jetzt haben wir alles hinbekommen“, sagt er und wünscht sich für Fernas nächste 25 Jahre, dass die Entwicklung weitergeht.

Mit einem Geschenk haben ihn am Donnerstag der CDU-Kreisvorsitzende Thadäus König und Gerhard Martin, Kreisgeschäftsführer, überrascht. Die Christdemokraten, so König, stellen derzeit den größten Teil der Bürgermeister im Kreis. Doch es werde zunehmend schwerer, Kandidaten für das Amt zu finden. König weiß auch warum: „Der Bürgermeister ist stets der erste Ansprechpartner. Wenn etwas nicht gut läuft, muss man den Kopf hinhalten. Und der Ton wird rauer.

Da muss man einiges aushalten“, sagt er und ergänzt: „Was an politischen Entscheidungen durchschlägt, muss er umsetzen, auch wenn es nicht auf Gegenliebe stößt.“ Gespräche mit Ortschefs wie Erich Oberkersch sind König wichtig. Schließlich ist das die Basis. Viele Impulse kommen von dort. „Das war auch bei der Corona-Soforthilfe so“, sagt König.