Förderzentrum Eichsfeld: Klassenzimmer mitten im Wald

Christine Bose
| Lesedauer: 2 Minuten
Erinnerung an den 28. Mai 2021. Unter Anleitung der Förster haben die Schülerinnen und Schüler Bäume gepflanzt.

Erinnerung an den 28. Mai 2021. Unter Anleitung der Förster haben die Schülerinnen und Schüler Bäume gepflanzt.

Foto: Elisabeth Zimmermann / Förderzentrum Birkungen

Birkungen.  Förderzentrum Eichsfeld in Birkungen will die gute Zusammenarbeit mit dem Forstamt Leinefelde fortsetzen

Heute schon wollen Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Förderzentrums Eichsfeld in Birkungen wissen, wann es 2021/2022 mit Waldprojekten weitergeht. Denn das fanden sie im vergangenen Schuljahr und in den Sommerferien ganz toll und viel besser, als nur im Unterricht etwas über die Natur zu erfahren. An mehreren Tagen wurde ihr Klassenzimmer verlegt, befand sich vorübergehend mitten im Wald.

Alles begann schon am 28. Mai. Die Mädchen und Jungen aus der Klasse 5a, jetzt 6a, waren mit ihrer Lehrerin Elisabeth Zimmermann, ihrem Erzieher Mathias Igney sowie den Förstern Thomas Watterodt und Markus Wetzel vom Forstamt Leinefelde, Revier Zehnsberg, unterwegs.

Zelten und Bäume pflanzen im Revier bei Burg Scharfenstein

Gemeinsam haben sie in der Nähe von Burg Scharfenstein Bäumchen gepflanzt und sich nach getaner Arbeit mit gebratenen Würstchen und Stockbrot gestärkt. Am 17. und 18. Juni waren sie erneut im Revier, haben dort gezeltet.

Den krönenden Abschluss zum Schuljahresende gab es dann am 16. Juli. Da waren auch die Eltern eingeladen, für eine gemeinschaftliche Pflanzaktion. Während der Sommerferien hatte das Förderzentrum verschiedene Projekte bereitgehalten. 21 Kinder aus den Klassenstufen 1 bis 6 beteiligten sich am erstmals angebotenen Projekt „Wald und Wiese“, ebenfalls mit den genannten verantwortlichen Erwachsenen. Hierzu gehörten die „Waldtermine“ am 24. und 25. August, als es zur Burg Scharfenstein ging. Die Förster erklärten ihnen an Ort und Stelle Baumschichten, zeigten ihnen vom Borkenkäfer befallene Bäume und erklärten, wie diese Bäume gekennzeichnet werden. Beim Kennzeichnen durften alle Mädchen und Jungen mithelfen.

Außerdem haben sie für das Basteln mit Naturmaterial allerlei Material gesammelt, das der Wald bietet, damit große und kleine Bastler selbst kreativ werden können. Ebenfalls prima fanden sie das Mittagessen im Grünen.

Elternsprecher Wolfram Staufenbiel fühlte sich beim „Wald-und-Wiese-Projekt“ dafür verantwortlich, dass ein kostenloser Taxi-Transfer eingerichtet werden konnte. Bei den Veranstaltungen im Schuljahr und in den Ferien freuten sich die Förster über Neugier, Interesse und Eifer der Kinder. Kein Wunder also, dass bereits gleich nach den Sommerferien feststand: Diese gute Zusammenarbeit mit dem Forstamt sollte zwar die erste gewesen sein, aber nicht die letzte. Sie wird im neuen Schuljahr fortgesetzt.

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