Geldsegen am Schautag der Heiligenstädter Feuerwehr

Heiligenstadt  Feuerwehr Heiligenstadt zeigt Leistungsspektrum und freut sich über Spenden für neuen Feuerlöschtrainer.

Alexander Beck von der Feuerwehr übernahm die Moderation bei den Schauvorführungen, damit die Leute besser verstehen, warum Kameraden im Einsatz wie handeln. Der Tag der offenen Tür war äußerst gut besucht.

Alexander Beck von der Feuerwehr übernahm die Moderation bei den Schauvorführungen, damit die Leute besser verstehen, warum Kameraden im Einsatz wie handeln. Der Tag der offenen Tür war äußerst gut besucht.

Foto: Silvana Tismer

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Für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenstadt war der Sonntag ein wunderbarer Tag. Der Strom der Neugierigen riss einfach nicht ab, es gab zwei große Spendenschecks – und das wunderbare Wetter tat sein Übriges, um den ehrenamtlichen Rettungskräften hohe Aufmerksamkeit und Respekt zu sichern.

Dafür hatten sich die Kameraden und der Feuerwehrverein auch eine Menge einfallen lassen, damit bei den Gästen die Spannung nicht nachließ. Gleich auf beiden Seiten des Feuerwehrzentrums in der Brüsseler Straße gab es Aktion pur. Auf dem Parkplatz zeigten Kameraden – unter ihnen auch Christian Weinmar – was man alles tun muss, um sich für den Titel „Härtester Feuerwehrmann der Welt“, auf Englisch „Toughest firefighter alive“ zu qualifizieren. „Das ist ein eigener Übungsparcours“, erklärte Weinmar. Unter anderem muss ein acht Meter hoher Turm in voller Ausrüstung erklommen, ein schweres Schlauchpaket nach oben gezogen werden, dann mit diesem wieder die acht Meter hinunter, danach in hohem Tempo den Parcours lang, ein schweres Strahlrohr hinter sich her ziehend – und und und. Kein Wunder, dass der Schweiß in Strömen floss.

In den beiden Fahrzeughallen des Feuerwehrzentrums gab es die schwere Technik zu sehen. Die Einsatzfahrzeuge blinkten aufgereiht um die Wette, auch der neue Gefahrguttransporter konnte bewundert werden. Geduldig beantworteten die Feuerwehrleute Frage um Frage. Sogar eine große Ausstellung mit dicken Aktenordnern über die Einsätze, Ausbildungen, Zeitungsartikel, aber auch über die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr und Zeltlager gab es zu bewundern. Jederzeit konnten sich die Gäste in die umfangreichen Unterlagen vertiefen. Über das ganze Gelände zog den gesamten Tag dazu noch der Duft von frisch gebrutzelten Bratwürstchen, Kaffee und Kuchen.

Besonderen Anklang aber fanden die Vorführungen auf dem Hof des Zentrums. Da drängten sich die Besucher sogar noch auf dem Balkon in der ersten Etage, um den besten Blick zu haben. Alexander Beck übernahm die Moderation, um den Zuschauern jeden Handgriff zu erklären, die Abfolge eines Einsatzes und warum die Kameraden genau so handeln, wie sie es tun. Zum Beispiel wurde gezeigt, wie ein Einsatz bei einem Fahrzeugbrand abläuft – von der Alarmierung über das Eintreffen bis zum Löschen. Dafür hatte die Feuerwehr ein Schrottauto besorgt, mit Nebelkerzen wurde der dichte Qualm simuliert. Eine Dame wurde gebeten, den Notruf an die Rettungsleitstelle abzusetzen, die die Kette in Gang setzte. „Ja, die wenigen Minuten bis zum Eintreffen der Feuerwehr können einem ganz schön lang vorkommen“, meinte Beck über das Mikrofon. Und dann wurde es laut, als mit Sondersignal ein Löschfahrzeug um die Ecke bog.

Genau dieses Trainieren von Einsätzen soll für die Kameraden und die Jugendwehr nun verbessert werden. Die Feuerwehr hat einen nagelneuen Feuerlöschtrainer angeschafft. „Mit dem Modul schafft das Gerät Flammen bis fünf Meter“, erklärt Feuerwehrvereinsvorsitzender Michael Goede. Aber auch die Jugendwehr kann mit dem Gerät üben, auf „Sparflamme“ sozusagen, mit einem Handfeuerlöscher umzugehen. Als Unterstützung für das nicht gerade preisgünstige Ausbildungsgerät gab es am Samstag finanzielle Unterstützung. Sandro Wagner von der Kreissparkasse Eichsfeld brachte 4500 Euro mit, die Krombacher-Brauerei spendierte 2500 Euro. „Seit 20 Jahren unterstützen wir schon Eichsfelder Vereine“, so Peter Fleischmann. Sandro Wagner meinte, dass es die Kreissparkasse freue, wenn das Geld für solch wichtige und gute Dinge verwendet werde, nämlich für die Sicherheit. Insgesamt seien bislang 9250 Euro zusammengekommen, auch die Kowo und andere regionale Unternehmen gaben ihren Obolus. Noch sei das Gerät aber nicht vollständig, ein Modul fehle noch. „Dafür wurden uns Lottomittel in Aussicht gestellt“, so Michael Goede. Und Ute Althaus, die erste Beigeordnete der Stadt, freute sich über die gut ausgebildete Mannschaft, über die große Resonanz und die Unterstützung aus der Region.

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