Gemeinde Bornhagen tritt Bürgerinitiative gegen Windkraft bei

Bornhagen/Hohengandern.  Der Protest gegen Windkraftvorhaben vor den Toren der Burg Hanstein geht weiter.

Mario-Paul Apel, Bürgermeister von Bornhagen vor der Burg Hanstein. Die Gemeinde ist der Bürgerinitiative beigetreten.

Mario-Paul Apel, Bürgermeister von Bornhagen vor der Burg Hanstein. Die Gemeinde ist der Bürgerinitiative beigetreten.

Foto: Eckhard Jüngel

Die Gemeinde Bornhagen ist jetzt Mitglied der Bürgerinitiative „Hanstein bewahren“, die sich Ende vorigen Jahres in Hohengandern gegründet hat. Der Beitritt ist auch in einem Gemeinderatsbeschluss vor wenigen Tagen festgelegt worden. „Wir stehen voll hinter dem Anliegen der Bürgerinitiative, Windkraftanlagen am Stürzlieder Berg genau vor den Toren der Burg Hanstein zu verhindern“, sagt Bornhagens Bürgermeister Mario Apel (pl). „Irgendwie müssen wir ja ein Zeichen setzen.“ Im Gemeinderat habe es noch einige Fragen und eine kurze Diskussion zu der Angelegenheit gegeben, aber der Beschluss wurde natürlich gefasst.

Die Bürgerinitiative selbst ist dabei, kräftig Unterschriften für zwei Petitionen zu sammeln. Eine soll an den Thüringer Landtag gehen, die zweite an den hessischen. Schließlich ist das Windkraftvorhaben auf hessischem Boden direkt an der Landesgrenze und genau vor dem Grünen Band geplant. Daniela Hartmann, die Sprecherin der Bürgerinitiative freut sich, dass bereits 650 Menschen unterschrieben haben. Das reiche aber bei Weitem noch nicht aus. Sie ist aber schon einmal froh, dass unter der Website openpetition die beiden Petitionen zu einer zusammengefasst wurden. „Weil sie den gleichen Inhalt und Wortlaut haben“, erklärt Daniela Hartmann. „Die Petition wird dann an beide Landtage geschickt.“

Zahlreiche Geschäfte und Gewerbetreibende im Umkreis von Hohengandern, Kirchgandern, Bornhagen und Arenshausen hätten bereits die Petition bei sich zur Unterschrift ausgelegt. „Auch an der Tankstelle darf man gern unterschreiben“, sagt die Sprecherin. Derzeit sei man dabei, diese Petition noch weiter zu streuen. „Am besten im gesamten Eichsfeld“, ist man sich einig, denn die Burg Hanstein gelte vielen als Sehnsuchtsort und als eines der Wahrzeichen der Region.

Hintergrund der Gründung der Bürgerinitiative ist das Vorhaben, genau an der Landesgrenze Windräder mit einer Gesamthöhe von bis zu 244 Metern zu errichten. Allerdings war das Verfahren bislang vereinfacht und damit auch nicht öffentlich. Somit waren die Anliegergemeinden auch nicht beteiligt. Der Landkreis Eichsfeld hat eine negative Stellungnahme zu dem Vorhaben eingereicht.