Grenzwanderung am Gedenktag

Die Wanderung führt vom Gut Herbisghagen zum Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen.

Die Wanderung führt vom Gut Herbisghagen zum Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen.

Foto: Eckhard Jüngel

Teistungen.  Grenzlandmuseum und Sielmann-Stiftung erinnern an den Mauerbau 1961 mit speziellem Angebot:

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld bietet zusammen mit der Heinz-Sielmann-Stiftung am Jahrestag des Mauerbaus, 13. August, eine Gedenkwanderung an. Sie soll vom Gut Herbigshagen bei Duderstadt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zum Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen führen. Treff ist am Samstag, 13. August, um 10 Uhr auf dem Parkplatz der Sielmannstiftung, das Ende ist auf 13 Uhr terminiert.

Bei der Wanderung soll aber nicht nur an den Mauerbau 1961 und den damit einhergehenden Verschärfungen an der Grenze erinnert werden, sondern man möchte auch links und rechts des Weges auf die Perlen der Natur aufmerksam machen, die sich auf dem einstigen Todesstreifen und dem heutigen Grünen Band entwickelt haben.

Bereits Ende Mai 1952 – in diesem Jahr wird an 70 Jahre Grenzabriegelung erinnert – begann die DDR, die 1400 Kilometer lange Grenze systematisch abzuriegeln. „Mit dem Bau der Berliner Mauer wurde das letzte Schlupfloch sozusagen geschlossen“, heißt es aus dem Grenzlandmuseum. Denn nicht nur die Mauer entstand, sondern auch entlang der innerdeutschen Grenze wurden die Anlagen verstärkt und ausgebaut. Am 3. Oktober 1961 begann die „Aktion Festigung“, die im damaligen Bezirk Erfurt „Aktion Kornblume“ genannt wird, weitere Menschen aus dem Sperrgebiet zwangsumgesiedelt wurden. Der Unkostenbeitrag für die Wanderung wird mit sieben Euro, ermäßigt fünf Euro angegeben. Enthalten sind der Eintritt ins Grenzlandmuseum und der Rücktransport zum Gut Herbigshagen. Das Team bittet, darauf zu achten, dass man ein wenig körperliche Belastbarkeit mitbringt. Anmeldungen bitte an .