Guten Morgen, Eichsfeld: Preis für Möpse

Johanna Braun.

Johanna Braun.

Foto: Foto: Eckhard Jüngel

Johanna Braun schreibt über eine besondere Anerkennung.

Der Baum des Jahres 2019 war die Flatterulme, das Wort des Jahres die Respektrente und der Mops des Jahres war das Buch „Am Tatort bleibt man ungern liegen“ von Jörg Maurer. Es ist eine ganz witzige Auszeichnung, auf die ich da kürzlich gestoßen bin. Mit dem Mops des Jahres werden jedes Jahr Bücher mit den kuriosesten Titeln auf der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet. Es ist ein Pendant zum englischsprachigen Diagram-Preis und wird mittlerweile von der Kulturredaktion vom Deutschlandfunk Kultur vergeben.

Für den Preis, für den es kein Geld gibt, gehen die tollsten Vorschläge ein. 2014 gewann zum Beispiel „Mein Jahr als Säugetier: Das ehrliche Stillbuch“ von Theresa Thönnissen, im Jahr darauf „Vokuhila. Als scheiße aussehn Mode war“ von Helene Mierscheid und 2013 der Namensgeber des Preises „Mal meine Möpse aus! – Ein Malbuch für Männer“ von D. D. Stacks.

2010 war es meiner Meinung nach richtig schwierig, einen Sieger zu küren. Wen hätten Sie gewählt? „Der Tod auf der Schippe. Oder was Archäologen sonst so finden“ von Angelika Franz oder „An dem Tag, als ich meine Friseuse küsste, sind viele Vögel gestorben“ von Josef Kleindienst oder doch „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“ von Hallgrímur Helgason.