Guten Morgen: Neuer Ordner 1 bis 20

Johanna Braun über ihren Zeitvertreib im Urlaub.

Johanna Braun Redakteurin Lokalredaktion Eichsfeld Stich Wort

Johanna Braun Redakteurin Lokalredaktion Eichsfeld Stich Wort

Foto: Eckhard Jüngel

Was tun, wenn man Urlaub hat, aber nicht verreisen kann? Man widmet sich Dingen, die man schon lange vor sich hergeschoben hat, zu denen aber immer die Zeit oder zumindest die Muße fehlte.

Zum Beispiel endlich die Festplatte anstöpseln und Fotos sortieren. So der Plan. Dann die Erkenntnis: Es sind tausende Schnappschüsse, die sich da im Laufe der Zeit angesammelt haben. Kein Wunder, denn mit dem Handy sind schnell zwei bis 15 Bilder vom selben Motiv entstanden. Man hat ja Platz. Es ist ja nicht mehr wie mit dem 36er-Film. Da wählte man gewissenhafter aus, was man fotografiert und zweimal drückte man an selber Stelle selten ab.

Nun kommen zu den ganzen Handyfotos, die sich in „Neuer Ordner 1 bis 20“ befinden, die der Kamera hinzu, die den ganzen Material-Wust noch potenzieren. Man sichtet also, schiebt wieder umher, löscht – und fragt sich, ob man sich das alles überhaupt irgendwann noch einmal ansieht. Man schwelgt zwar in Erinnerungen, aber die basieren meistens eben auf diesen Fotos. Ich habe manchen Ausflug fast ausschließlich durch die Linse meiner Kamera erlebt, ohne wirklich einmal den An- oder Ausblick genossen zu haben. Also weniger Fotos machen, dann dauert die nächste Sortierung vielleicht nur fünf Stunden und nicht zehn.