Heiligenstädter Sportvereine wünschen sich neuen Kombi-Platz

Heiligenstadt  TSV Aufbau und SC Heiligenstadt 1911 schlagen ehemaligen0 Hundesportplatz oder benachbarte alte Gasabfüllstation als Standort einer zusätzlichen Sportfläche vor.

Zwei Sportvereine aus Heiligenstadt wollen auf dem ehemaligen Hundesportplatz Trainingsgelegenheiten für Fußball, Hockey und auf für Tennis schaffen. Matthias Bollwahn (links), Vorsitzender vom TSV Aufbau 1952, und Nachwuchsleiter Stefan Rohner vom 1. SC 1912 erklären die Vorteile.

Zwei Sportvereine aus Heiligenstadt wollen auf dem ehemaligen Hundesportplatz Trainingsgelegenheiten für Fußball, Hockey und auf für Tennis schaffen. Matthias Bollwahn (links), Vorsitzender vom TSV Aufbau 1952, und Nachwuchsleiter Stefan Rohner vom 1. SC 1912 erklären die Vorteile.

Foto: Eckhard Jüngel

Die Abteilung Hockey des TSV Aufbau Heiligenstadt platzt förmlich aus allen Nähten. Als einzige Mannschaft im Eichsfeld zählt sie über 60 Mitglieder. Ein Grund zur Freude, wäre da nicht das Problem, dass die Sportler einen Platz brauchen, um den Spielbetrieb im Landesverband Thüringen aufnehmen zu können.

Wie der Vorsitzende des TSV, Matthias Bollwahn, berichtet, spielen einige Kinder „aus der Not heraus“ aktuell in einem Verein in Erfurt – und das äußerst erfolgreich. Außerdem stehe die Abteilung kurz vor einem Einstellstopp für neue Spieler.

„Es besteht die Gefahr, dass die Entwicklung der Hockey-Abteilung keine Perspektive bekommt und wegen des fehlenden Sportplatzes dem Spielbetrieb im Land Thüringen der Boden entzogen wird“, schreibt Matthias Bollwahn in einem Antrag an den Heiligenstädter Bürgermeister Thomas Spielmann (BI). Der Vorschlag des Vereinsvorsitzenden: Ein Kombi-Sportplatz auf dem Gelände des ehemaligen Hundesportplatzes beziehungsweise der ehemaligen Gasabfüllstation gleich neben dem Stadion als Verlängerung der Sportachse. Damit könnten dann nicht nur die Hockeyspieler am Thüringer Punktspielbetrieb teilnehmen, sondern der Platz würde auch ein anderes Problem lösen.

„Unsere Trainingskapazität ist erschöpft“, erklärt Stefan Rohner, Nachwuchsleiter Fußball beim SC 1911 Heiligenstadt. Vier bis fünf Mannschaften trainieren mitunter gleichzeitig auf dem Kunstrasen im Stadion. 13 Nachwuchsmannschaften zählt der Verein insgesamt. „Dieser Platz würde auch uns sehr helfen“, so Stefan Rohner. Der solle den Eigenschaften der jetzigen Kunstrasenkleinsportanlage entsprechen. Eine weitere Abteilung könnte den gewünschten neuen Platz nutzen. Matthias Bollwahn sagt, er habe bereits mit dem Vorsitzenden des Tennisvereins, Stefan Klingebiel, gesprochen. Auch die Tennisspieler könnten mehr Fläche, zum Beispiel für Turniere, gebrauchen. Wenn sich alle Abteilungen abstimmen, könnte der Sport in Heiligenstadt dreifach profitieren.

Der große Vorteil am Areal des ehemaligen Hundesportplatzes, so Matthias Bollwahn, wäre, dass sanitäre

Einrichtungen und Umkleidekabinen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stünden. Ein neuer Sozialtrakt wäre also nicht notwendig. „Wenn die Stadt vielleicht einen anderen Vorschlag hat, wo der Platz hinkönnte, sind wir da offen. Aber dort wäre es ideal“, sagt Matthias Bollwahn. Auch wäre eine finanzielle Unterstützung aus der Sportstättenförderung möglich, ist er sich mit Stefan Rohner einig.

„Wir würden uns freuen, wenn sich die Stadträte diesem Thema zuwenden würden“, so der TSV-Vorsitzende. Diese hatten in ihrer jüngsten Planung einen Caravan-Stellplatz dort angedacht. Eine Verlängerung der Sportachse in diesem Bereich sieht aber Matthias Bollwahn als viel sinnvoller an.

„Es geht vorrangig um die Jugendarbeit und um eine sinnvolle Freizeitgestaltung“, sagt Stefan Rohner. Und Matthias Bollwahn fügt hinzu: „Sport macht doch mehr Sinn als Spiele am PC. Sport fördert soziale Kompetenz.“ Und auch für Erwachsene, die heutzutage oft „Schreibtischtäter“ seien, werde Sport als Ausgleich immer wichtiger, meint der TSV-Vorsitzende. Natürlich ist den beiden klar, dass man einen Batzen Geld in die Hand nehmen müssen wird. Aber wo sei es denn besser angelegt als in die Jugend einer Stadt und eines Landkreises?

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