Heimwerker-, Näh- und Computerstube im Heiligenstädter Quartier 44

Heiligenstadt.  Das Begegnungszentrum auf den Liethen in Heiligenstadt setzt das Projekt Quartier 44 mit viel Hilfe aus der Bevölkerung um.

Im Quartier 44 auf den Heiligenstädter Liethen gibt es nun um eine Heimwerker-, Näh- und Computerstube. Zum Beispiel Fahrräder können dort repariert werden, wie hier von Christoph Gunkel von der Villa Lampe.

Im Quartier 44 auf den Heiligenstädter Liethen gibt es nun um eine Heimwerker-, Näh- und Computerstube. Zum Beispiel Fahrräder können dort repariert werden, wie hier von Christoph Gunkel von der Villa Lampe.

Foto: Eckhard Jüngel

Was tun, wenn das Fahrrad kaputt, die Hose gerissen oder eine wichtige Mail verschickt werden muss, das passende Werkzeug, eine Nähmaschine oder eine stabile Internetverbindung aber gerade nicht verfügbar sind? Das Quartier 44 auf den Liethen in Heiligenstadt geht solchen Problemen entgegen und hat eine Heimwerker-, Näh- und Computerstube für die Bewohner des Viertels realisiert.

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Obereichsfeld mbH (Kowo) stellte in Heiligenstadt zwei Räume zur Verfügung. Die Ausstattung kam dank vieler Spenden aus der Bevölkerung zusammen. Viele Werkzeuge und eine Werkbank warten nun also auf reparaturwürdige Gegenstände wie Fahrräder. „Bei der gemeinsamen Arbeit am Rad kann man auch gut ins Gespräch kommen“, sagte Bürgermeister Thomas Spielmann (BI), der bei der Eröffnung den Verantwortlichen dankte.

Mehrere Nähmaschinen stehen ebenso bereit. Eine kam von der Heiligenstädter Feuerwehr. Da sie dort aber kaum verwendet wurde, gab es dazu eine Vereinbarung. Die Maschine zog ins Quartier 44 und defekte Einsatzkleidung soll dort repariert werden. Einen Großauftrag gab es gleich dazu: So sollen in der Einrichtung 100 Loop-Schals für die Jugendfeuerwehr entstehen.

Anett Durstewitz, die eigentlich im städtischen Bauamt arbeitet, sich aber ehrenamtlich im Quartier 44 engagiert, sprach davon, dass die Kreativrunde die Räume schon fleißig genutzt habe und dass Näh- und Handwerkskurse angedacht seien. Die Villa Lampe sei der wichtigste Kooperationspartner dabei, fülle alles mit Leben. Zu den vielen Sachspenden aus der Bevölkerung zählten auch viele Kleidungsstücke und Spielsachen, die nun in Kleiderschränken zum Stöbern aufbewahrt werden.

Zum Start der Werkstatt gab es von der Kowo neben einigem weiteren Werkzeug außerdem rund 1600 Euro aus dem Erlös des Möbelverkaufs aus dem Eichsfelder Hof.