Nicht nur für Hockeyspieler: Positives Signal für Kombisportplatz in Heiligenstadt

Heiligenstadt.  TSV Aufbau-Chef Matthias Bollwahn freut auf die neuen Möglichkeiten für die Hockeyspieler.

Die jungen Hockeyspieler des TSV-Aufbau zeigten jetzt in Jena, was sie können. 

Die jungen Hockeyspieler des TSV-Aufbau zeigten jetzt in Jena, was sie können. 

Foto: Alexander Klingebiel

Wer gern Athletik mit Technik kombiniert, schnell spielt, und wem Fairness und Teamgeist wichtig sind, für den dürfte Hockey ein Sport sein, der ihn begeistert. Rund 60 Spielerinnen und Spieler, die diese Leidenschaft teilen, gehören der Hockey-Abteilung des TSV Aufbau in Heiligenstadt an. Vier Jugendmannschaften gibt es dort sowie eine Freizeitmannschaft von Erwachsenen.

Mit viel Herzblut sind schon die Jüngsten – acht Mädchen und acht Jungen – im Alter von zehn bis zwölf Jahren bei der Sache. Trainiert werden sie von Marie Ehrlich und Katharina Pudenz, betreut von Harald Degenhardt-Ehrlich. Die Hockeykinder kommen allerdings nicht nur aus Heiligenstadt, sondern unter anderem auch aus Leinefelde, Geisleden oder Streitholz.

Vor ihrem ersten Spiel, das sie jetzt in Jena bestritten, waren sie natürlich ganz schön aufgeregt. Mancher konnte die Nacht vorher gar nicht schlafen, weil er den großen Tag vor Augen hatte. Am Ende, sagt Harald Degenhardt-Ehrlich, konnten alle mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Nicht nur die Hockeyspieler profitieren

Einmal pro Woche, freitags von 15.30 bis 17 Uhr, wird trainiert. Doch da fängt das eigentliche Problem an, sagt Matthias Bollwahn. Er ist nicht nur Vorsitzender des TSV Aufbau, sondern sitzt auch für die Liberalen im Heiligenstädter Stadtrat. Das Training findet auf dem kleinen Kunstrasenplatz im Stadion statt. Und der ist im wahrsten Sinne des Wortes viel zu klein. Es wird quasi mit angezogener Handbremse gespielt, was der Sache nicht dienlich ist.

Nun aber ist eine Lösung des Dilemmas in Sicht. Denn es gibt nicht nur ein geeignetes Gelände vor dem Stelzenberg, sondern auch ein positives Signal, dass aus dem Wunsch eines Kombisportplatzes, den die Hockeyspieler gemeinsam mit Fußballern und Tennisspielern nutzen sollen, Wirklichkeit wird. Und Bollwahn betont nochmals, dass es im ganzen Landkreis Eichsfeld derzeit keinen einzigen Hockeyplatz gibt. Gespielt wird derweil in Erfurt, Jena, Weimar oder Apolda.

Mit einem neuen Kombiplatz würde sich aber nicht nur das Problem der Hockeyspieler lösen, sondern auch zwei weitere Sportarten profitierten. Das alles weiß Matthias Bollwahn und thematisierte das Ganze unter anderem in mehreren Bauausschusssitzungen des Stadtrates. „Die Stadträte sind diesbezüglich wohlwollend, denn auch andere Nachwuchsmannschaften wären Nutznießer, nicht nur der TSV Aufbau, auch der SC 1911 und der Tennisverein hätten etwas davon“, sagt er und kann auf ein positives Signal seitens des städtischen Bauamtes mit Blick auf den Neubau eines Funktionsgebäudes und des Kombiplatzes am Stelzenberg verweisen.

Kleines Budget für Planungen im Haushalt eingestellt

Zuerst aber sollen die Arbeiten komplett am Stadion abgeschlossen werden. Im nächsten Jahr, so Bollwahn, würde dann ein kleines Budget im Haushalt eingestellt, um die Planungen für das Vorhaben anzuschieben, damit schließlich 2022 der Platz angelegt werden könne. „Die Hockeyfamilie in den neuen Ländern wartet schon darauf, endlich in Heiligenstadt spielen zu können.

Außerdem ist es wichtig, jungen Leuten eine Perspektive zu geben und ihnen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen, damit sie nicht am Computer Kriegsspiele spielen oder mit Autos gegen die Wand fahren“, sagt Matthias Bollwahn. Der Stadtrat und TSV Aufbau-Chef freut sich, dass er mit seinem Anliegen nun ein gutes Stück vorangekommen ist. „Ich weiß aber auch, dass es sich um eine hohe Investition handelt“, ergänzt er und schätzt, dass mehr als eine Million Euro in die Hand genommen werden muss.