Polizei fasst in Leinefelde 22-jährigen Intensivtäter

Leinefelde.  Die Eichsfelder Polizei fasst in Leinefelde einen 22-Jährigen gegen den inzwischen 29 Strafverfahren laufen.

Dietmar Kaiser, Leiter der Polizeiinspektion Eichsfeld, geht davon aus, dass nach einem aktuellen Fahndungserfolg auch ein Ermittlungserfolg und eine Verurteilung werden.

Dietmar Kaiser, Leiter der Polizeiinspektion Eichsfeld, geht davon aus, dass nach einem aktuellen Fahndungserfolg auch ein Ermittlungserfolg und eine Verurteilung werden.

Foto: Eckhard Jüngel

Gegen einen 22-jährigen Mehrfach- und Intensivtäter wurde jetzt ein Haftbefehl erlassen. Beamte der Polizeiinspektion waren in den vergangenen Wochen oft in Leinefelde-Worbis eingesetzt. Hintergrund, so Polizeichef Dietmar Kaiser, waren mehrfache Anzeigen gegen den Mann, der ohne festen Wohnort war. Nachdem er zwischen April und Juli in Nordhausen und Niederorschel Straftaten begangen haben soll, konzentrierten sich der Aufenthaltsort und Tatort ab dem Sommer auf Leinefelde-Worbis. „Dabei beging der 22-jährige Betäubungsmittelabhängige so ziemlich alles an Straftaten, was ihm Geld verschaffen konnte. Darüber hinaus belästigte er im Stadtbild und in der Obdachlosenunterkunft Bürger und Bewohner, war vielfach anfällig wegen unzulässigem Lärm“, so Kaiser.

Am Montag wurde die Polizei über den Diebstahl eines Computers und weiterer Wertgegenstände aus einem offenen Auto in Leinefelde informiert. „Anhand der Informationen und der Begehungsweise der Tat war recht schnell klar, dass erneut der Polizeibekannte hierfür infrage kam“,so der Polizeichef. Nach intensiver Fahndung konnte der Tatverdächtige knapp eineinhalb Stunden später gestellt, das Diebesgut gesichert. Bei seiner vorläufigen Festnahme leistete der Mann auch noch Widerstand.

„Aus den letzten sechs Wochen lagen zwischenzeitlich 29 Strafverfahren gegen ihn vor. Da er ohne festen Wohnsitz ist und aus den vorherigen Abläufen ersichtlich war, dass er seinen Lebensunterhalt und seinen Drogenkonsum weiter durch Straftaten bestreiten und somit erneut straffällig werden wird, prüfte die Staatsanwaltschaft die Anordnung von Untersuchungshaft“, so Kaiser. Am Mittwoch ordnete ein Mühlhäuser Haftrichter U-Haft an. Der Tatverdächtige wurde in die Justizvollzugsanstalt eingewiesen.

„Jetzt kommt es darauf an, auch unter Corona-Bedingungen möglichst schnell alle Strafverfahren reif für eine zusammengefasste Anklage durch die Staatsanwaltschaft vorzubereiten und an diese zu übergeben. Dann sollten aus dem Fahndungserfolg auch ein Ermittlungserfolg und eine Verurteilung werden“, meint der Polizeichef.