Polizei warnt vor Betrügern im Werra-Meißner-Kreis

Eschwege  Mehrere Angerufene im Werra-Meißner-Kreis lassen sich nicht austricksen

Telefon-Betrüger sind wieder aktiv.

Telefon-Betrüger sind wieder aktiv.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa, Symbolbild

Im Werra-Meißner-Kreis bekam die Polizei am Montag wieder Mitteilungen zu Enkeltrickbetrügereien und falschen Polizeibeamten. Angerufen wurde eine 83-Jährige aus Hessisch Lichtenau. Ein Mann gab sich als Neffe aus, der aufgrund eines Verkehrsunfalls schnellstmöglich Geld benötige. Die Seniorin erkannte den Betrugsversuch und beendete das Gespräch. Kurz darauf erfolgte ein zweiter, den die Angerufene ebenfalls sofort beendete. Vor etwa zwei Jahren hatte man schon einmal 6000 Euro von ihr gefordert, so dass ihr die Masche bekannt war.

In Großalmerode wurde ebenfalls ein Mann kontaktiert. Am Abend erhielt dann laut Eschweger Polizei eine 75-Jährige aus Witzenhausen gleich mehrere Anrufe, wobei es in den ersten beiden Anrufen zu keinem Gespräch kam. Im dritten erklärte der Anrufer, dass es in der Straße (Wohnadresse) zu Einbrüchen gekommen sei, worauf die Frau, die die Betrugsmasche aus den Medien kannte, erklärte, dass in der Nachbarschaft ein Polizeibeamter wohne, mit dem sie das dann direkt besprechen könne. Daraufhin beendete der Anrufer sofort das Gespräch.

Die Polizei rät, misstrauisch zu sein, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selbst mit Namen melden. Auch sollte der Name nicht geraten, sondern der Anrufer aufgefordert werden, diesen selbst zu nennen. Erfragt werden sollten bei dem Anrufer zudem Dinge, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann. Außerdem sollten keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preisgegeben werden. Komme einem ein Anruf verdächtig vor, sollte unverzüglich die Polizei unter 110 informiert werden.

"Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay", heißt es von der Pressestelle der Polizei in Eschwege. Geraten wird auch dazu, niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen zu übergeben, "auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten".