Putzfrau im Heiligenstädter Vitalpark begrabscht

Heiligenstadt.  Ein Handwerker hatte eine Putzfrau im Vitalpark begrabscht. Er ist nun verurteilt worden - und spricht davon, die 41-Jährige lediglich umarmt zu haben.

In Heiligenstadt wurde ein Fall von sexueller Belästigung verhandelt.

In Heiligenstadt wurde ein Fall von sexueller Belästigung verhandelt.

Foto: David-Wolfgang Ebener / dpa

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Wegen eines sexuellen Übergriffs auf eine Putzfrau im Vitalpark Heiligenstadt ist ein Handwerker zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Laut Urteil des Heiligenstädter Amtsgerichtes muss der 41-Jährige wegen sexueller Belästigung außerdem 2000 Euro an die Frauenschutzwohnung in Leinefelde zahlen. Weitere 1000 Euro erhält das Opfer. Die Strafrichterin glaubte der 22-Jährigen, die den Vorfall vor drei Jahren ohne Belastungstendenzen geschildert habe.

Demnach hat der Angeklagte sie zunächst im Umkleidebereich beobachtet und aufgefordert, mit ihm ins Schwimmbecken und in die Sauna zu kommen. Sie sagte ihm, dass das nicht gehe. Sie arbeite hier und könne nicht mitkommen. Kurze Zeit später tauchte er wieder in ihrer Nähe auf, hielt sie fest und versuchte, sie zu küssen. Außerdem packte er sie am Oberarm und fasste an ihre Brüste. Das passierte im Flur an den Umkleidekabinen. Sie habe dann geschrien, sich losgerissen und in der Toilette eingeschlossen. Da sei niemand weiter gewesen, der ihr hätte zu Hilfe kommen können. Von der Toilette aus rief sie ihren Freund und jetzigen Ehemann an, der sie abholte. Sie fuhren zur Polizei und ins Krankenhaus.

Angeklagter will Putzfrau lediglich umarmt haben

Vier Tage später verlor die Frau ihren Job. Ihr Arbeitgeber, der als Subunternehmer für den Vitalpark tätig ist, trennte sich in der Probezeit von ihr. Bei diesem Unternehmen ist auch die Ehefrau des Angeklagten tätig. Ob es einen Zusammenhang geben könnte, ist nicht erörtert worden. Die Chefin im Vitalpark hatte die Kündigung zunächst zerrissen, sagte die Geschädigte im Zeugenstand. Den Angeklagten kenne sie nur flüchtig. Sie habe ihn mal gesehen, als er seine Frau von der Arbeit abholte.

Der Angeklagte will die Geschädigte lediglich umarmt haben. Alle anderen Schilderungen stimmten nicht. Die Aussage des Opfers überzeugte aber Gericht und Staatsanwaltschaft. Die Aussage, das ärztliche Attest und der aus den Akten zu erkennende Zeitablauf passten gut zu einander.

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