Schnelle Hilfe für Schüler und Lehrer in Notsituationen

Dingelstädt.  Der Schulsanitätsdienst des Dingelstädter Gymnasiums gewinnt einen Wettbewerbspreis.

Karina Wilhelm, Vincent Hornung, Silas Müller, Vincent Breuer (hinten von links), Joel Schröder, Yannek Bang, Luisa Schlothauer und Fabio Blacha (vorn von links) engagieren sich im Schulsanitätsdienst des Dingelstädter Gymnasiums.

Karina Wilhelm, Vincent Hornung, Silas Müller, Vincent Breuer (hinten von links), Joel Schröder, Yannek Bang, Luisa Schlothauer und Fabio Blacha (vorn von links) engagieren sich im Schulsanitätsdienst des Dingelstädter Gymnasiums.

Foto: Annelie Burkhardt

Sie kennen sich in Erster Hilfe aus, die Schulsanitäter des St.-Josef-Gymnasiums in Dingelstädt. Im Vorjahr war die Gruppe von Zehntklässlern gegründet worden, derzeit sind es sieben Mädchen und Jungen, die die medizinische Versorgung in der Schule sichern und zur Stelle sind, wenn Mitschüler oder Lehrer Hilfe brauchen. Denn schnell kann man im Alltag in eine Notsituation geraten. Ausgebildet wurden die Schulsanitäter von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes, die ihr Wissen gern weitergaben. Um über den regulären Ersthelfereinsatz tätig sein zu dürfen, durchlaufen die Schüler derzeit eine spezielle Zusatzausbildung und bereiten sich auf die damit verbundene Prüfung vor, die im kommenden Jahr abgelegt werden soll.

Schutzausrüstung und Funkgeräte sollen gekauft werden

Eine willkommene finanzielle Unterstützung gab es jetzt für den Schulsanitätsdienst, denn die Kinder und Jugendlichen haben bei „IdeenMachenSchule“ gewonnen. Im vergangenen Schuljahr hatte sich das Gymnasium beim Projektwettbewerb der TEAG Thüringer Energie AG beworben und es unter die Besten geschafft, berichtet Susanne Peter, die den Wettbewerb mit organisiert. Unter den 227 eingegangenen Bewerbungen habe sich die Dingelstädter Bildungseinrichtung behaupten können und sei als eine von 20 Leuchtturmschulen ermittelt worden, so Susanne Peter.

Mit dem Gewinn verbunden, ist ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Im Gymnasium freut man sich sowohl über die Anerkennung als auch das Geld, denn mit dem können nun Funkgeräte und Schutzausrüstung gekauft und der Schulsanitätsdienst weiter professionalisiert werden. Neben dem Preisgeld erhält die Schule außerdem T-Shirts, eine Urkunde sowie den Pokal für herausragendes Engagement.

„Mich begeistert immer wieder, mit wie viel Leidenschaft und Verbindlichkeit die Jugendlichen ihre Aufgabe als Sanitäter angehen und gestalten. Das macht uns als Schule unheimlich stolz“, sagt Projektleiterin Karina Wilhelm, Referendarin in Deutsch und Sport am Gymnasium. Lob und Glückwünsche gibt es derweil auch von Bürgermeister Andreas Fernkorn (CDU). Er findet es ermutigend, dass sich Schüler für die Gesundheit und das Leben anderer Menschen einsetzen.

Auch im laufenden Schuljahr, sagt Susanne Peter, unterstützt die Teag wieder Schüler bei der Umsetzung ihrer Ideen. Schulen hätten in der zweiten Bewerberphase bis zum 15. Mai kommenden Jahres Zeit, sich erneut zu bewerben. Aus den eingegangenen Bewerbungen wählt eine zehnköpfige Jury dann jeweils etwa zehn Schulprojekte aus, die sich durch ein besonderes Engagement, hohe Nachhaltigkeit und Vorbildwirkung auch auf andere Projekte auszeichnen. Prämiert werden diese mit jeweils 1000 Euro. Für weitere rund 20 Schulprojekte gibt es eine Förderung von bis zu 500 Euro. „Und selbst wenn es ein Projekt noch nicht bis ins Ranking der Leuchttürme und Förderprojekte geschafft hat, würdigt die TEAG den Einsatz der Schüler auf jeden Fall mit einem Obolus in Höhe von 50 Euro für die Klassenkasse“, erklärt Susanne Peter. Mitmachen bei dem Projektwettbewerb können alle Thüringer Schüler beziehungsweise Schulklassen der ersten bis zwölften Klasse. Ein Lehrer oder ein Schulsozialarbeiter sollte die Bewerbung übernehmen.

Mehr Informationen zum Wettbewerb unter www.ideenmachenschule.de.