Sechs Mitarbeiter des Krankenhauslabors erkrankt

Eichsfeld.  Gesamtzahl der Corona-Fälle steigt im Landkreis Eichsfeld auf 151 an.

Uwe Schotte ist der Ärztliche Direktor im Eichsfeld-Klinikum.

Uwe Schotte ist der Ärztliche Direktor im Eichsfeld-Klinikum.

Foto: Eckhard Jüngel

Sieben Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hat es zwischen Mittwoch und Freitag im Landkreis gegeben. Somit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 151 Fälle an. Die Häufung der sieben Neuinfektionen ist auf eine Infektionskette in einem Mitarbeiterkreis des Eichsfeld-Klinikums zurückzuführen, teilt das Gesundheitsamt mit. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog.

„Die direkte Patientenversorgung ist davon nicht betroffen.“ Uwe Schotte, der Ärztliche Direktor des Eichsfeld-Klinikums, teilt mit, dass am 19. Mai bei einer Mitarbeiterin Atemwegssymptome aufgetreten waren und sofort eine Corona-Abstrichdiagnostik erfolgte.

„Da sich bei der Abklärung des Umfeldes Symptome bei einer weiteren Mitarbeiterin zeigten, entschlossen wir uns zum Screening des gesamten Laborpersonals und der Pflegemitarbeiter auf der Isolierstation“, erklärt Schotte. Mittwochabend hätten die Untersuchungsergebnisse vorgelegen. „Es zeigte sich, dass bei sechs Mitarbeitern des Krankenhauslabors eine Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen wurde. Erfreulicherweise waren unsere Mitarbeiter der Isolierstation, die täglich Patienten mit Covid-19-Erkrankung behandeln, nicht infiziert“, erklärt Schotte. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt wurden die erforderlichen Maßnahmen festgelegt, die Liste der Kontaktpersonen erstellt. Das Gesundheitsamt habe Quarantäne- und Schutzmaßnahmen angeordnet und gemeinsam mit der Krankenhaushygiene und den Mitarbeitern umgesetzt.

„Aktuell gehen wir davon aus, dass die Infektionsquelle außerhalb des Krankenhausbereiches lag und nur die Weiterverbreitung im Team des Labors stattfand“, sagt der Ärztliche Direktor. Der Kontakt zu potenziell infektiösem Untersuchungsmaterial könne aufgrund der schon lange vorher getroffenen Schutzmaßnahmen nahezu ausgeschlossen werden. Durch die Krankenhaushygiene seien die Schutzmaßnahmen im betroffenen Bereich verschärft worden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

„Die Infektionssituation reduziert aktuell die Teamstärke, so dass das Krankenhauslabor die Routineleistungen deutlich zurückfahren musste und nur noch dringend benötigte Laboruntersuchungen durchgeführt werden können“, bedauert Schotte. „Die Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des Krankenhauslabors war nur durch die Leistungsbereitschaft der verbliebenen gesunden Mitarbeiter und unter Hinzuziehung von Laborantinnen, die bereits im Ruhestand sind, möglich. Diesen Kolleginnen gilt der ausdrückliche Dank der Leitung des Eichsfeld Klinikums. Unseren erkrankten Mitarbeiterinnen wünschen wir eine baldige Genesung.“