Sehenswerter Sport beim Trial in Heiligenstadt

Heiligenstadt  Mehr als 1000 Gäste staunen und applaudieren begeistert beim ersten Heiligenstädter Stadttrial. Motorsportclub freut sich: Das Risiko hat sich gelohnt.

Rund 1000 Gäste haben sich Samstag das 1. Heiligenstädter Stadt-Trial vor der Stadthalle nicht entgehen lassen. Trial-Fahrer aus Deutschland, Österreich, Spanien und Großbritannien zeigten unglaubliche Fahrzeugbeherrschung. Und das Publikum war hautnah dran.

Rund 1000 Gäste haben sich Samstag das 1. Heiligenstädter Stadt-Trial vor der Stadthalle nicht entgehen lassen. Trial-Fahrer aus Deutschland, Österreich, Spanien und Großbritannien zeigten unglaubliche Fahrzeugbeherrschung. Und das Publikum war hautnah dran.

Foto: Silvana Tismer

Besser hätte eine Premiere in der Kreisstadt nicht gelingen können. Über 1000 Besucher zog es Samstagnachmittag zur Heiligenstädter Stadthalle. Dort, wo sonst Wohnmobile stehen und Mitarbeiter der umliegenden Ämter und Besucher der Innenstadt oder eines Konzertes im Kulturhaus parken, türmten sich Hindernisse, riesige Treckerreifen, Baumstämme, Röhren und noch mehr. All das war am Tag zuvor unter fachmännischer Anleitung vom Motorsportclub Heilbad Heiligenstadt im ADAC (MC) sorgsam aufgebaut worden. Neun Trial-Fahrer aus Deutschland, Österreich, Spanien und Großbritannien zeigten den Gästen am Samstag dann, mit was für einem Geschick diese Hindernisse auf einem Motorrad überwunden werden. Immer wieder brachen die Gäste in Beifall aus, feuerten die Experten auf ihren Zweirädern regelrecht an.

Es gab mehrere Besonderheiten an diesem ersten Stadt-Trial. Nicht nur, dass es ein Versuch des Motorsportclubs war, diese Sportart in Heiligenstadt vorzustellen, ohne zu wissen, wie viele Gäste überhaupt kommen – vielmehr erlebten die vielen neugierigen Besucher diese Sportart hautnah, regelrecht zum Anfassen. In mehrere Sektionen war das Gelände unterteilt. Und immer, wenn es im Wettkampf in eine neue Sektion ging, zog das Publikum mit. Mitglieder des Motorsportclubs hatten die ­Absperrungen jederzeit unter Kontrolle, öffneten und schlossen sie immer nach Bedarf. Man hätte nur die Hand ausstrecken brauchen, um zwischendurch die Fahrer zu berühren.

Für richtig große Verblüffung sorgte Liane Hesse. Sie bezwang einen Teil der Sektionen mit dem Fahrrad. Sie erntete rasenden Applaus. „Und genau ­darum geht es“, sagte Peter Gassmann, der gemeinsam mit dem Heiligenstädter Trial-Fahrer Franz Mayer die Idee für dieses Ereignis hatte. „Es geht darum, zu zeigen, was alles möglich ist.“ Gerade der Programmpunkt mit Liane Hesse auf dem Fahrrad war ihm sehr wichtig. „Wenn wir vom Motorsportclub bei Festen unterwegs sind und unser Fahrradgeschicklichkeitsturnier anbieten, dann sehen wir, dass die Kinder zwar Fahrrad fahren können, sie aber oft Schwierigkeiten haben, gezielt auf einen Punkt zuzufahren oder einen Kegel zu umkreisen“, erzählt er. Er habe das auch schon bei Motorradfahrern gesehen. „Trial ist eine Sportart, die genau das zeigt: Beherrschung und Konzentration. Und es ist möglich, das zu erlangen durch üben, üben und nochmals üben.“ Hermann Ludolph, Vorsitzender des MC, ist mit Peter Gassmann absolut einer Meinung. „Was wir hier heute zeigen, das ist eines der Uranliegen unseres Clubs: Sicherheit, Fahrzeugbeherrschung, Training.“

Bürgermeister Thomas Spielmann (BI) eröffnete nicht nur gemeinsam mit Organisator Peter Gassmann den ersten Heiligenstädter Stadt-Trial, sondern mischte sich im Anschluss unter das Publikum, um gespannt die Vorstellungen in den einzelnen Sektionen mitzuverfolgen. „Sagenhaft“, meinte er beeindruckt. „Schön, das wir das nun in unserer Stadt haben.“

Dass die Anforderungen in Heiligenstadt auf den aufgebauten Sektionen nicht ohne seien, bestätigten die neun Fahrer, denen mitunter der Schweiß nach ihrem Einsatz in Strömen übers Gesicht lief. Ganz schön schwierig, waren sie sich einig.

Bis in die Abendstunden konnten nach der Auslosung der Startreihenfolge die Gäste immer wieder das große fahrerische Können der neun Herren auf ihren speziellen Maschinen bewundern, bejubeln und mitverfolgen. Und immer wieder gab das Publikum mit rhythmischem Klatschen den Akteuren mentalen Auftrieb und Ansporn, ihr Bestes zu geben. Selbst bei Patzern feuerte das Publikum die Fahrer weiter an. Bis in die Nacht hinein wurde dann noch bei einer After-Race-Party gefeiert.

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