So lief die Suchaktion nach der Zehnjährigen im Eichsfeld ab

Silkerode.  Mit einem Großaufgebot wurde im Eichsfeld nach einem zehnjährigen Mädchen gesucht. Am Abend kam die erlösende Nachricht.

Geruchsproben wurden eingesetzt, um die Suche durch die eingesetzten Hunde zu intensivieren.

Geruchsproben wurden eingesetzt, um die Suche durch die eingesetzten Hunde zu intensivieren.

Foto: Eckhard Jüngel

Mit einer großangelegten Aktion wurde am Donnerstag nach einem zehnjährigen Mädchen rund um Silkerode, in den angrenzenden Waldgebieten und Nachbarorten gesucht. Das vermisste Mädchen befand sich nach Polizeiangaben auf einem Schulausflug in Silkerode, bevor es gegen 14 Uhr verschwand.

Im Einsatz waren Polizeikräfte aus Thüringen und Niedersachsen mit einem Hubschrauber und Suchhunden. Unterstützung gab es unter anderem auch von den Teamdogs, der Rettungshundestaffel aus Marlishausen, dem Eichsfelder Deutschen Rotem Kreuz mit einem Quad sowie Feuerwehren, die zum Beispiel aus Zwinge, Jützenbach, Weißenborn-Lüderode, Silkerode, Bockelnhagen, Haynrode und Worbis anrückten.

Allein die Wehren der Landgemeinde Sonnenstein waren mit rund 40 Kräften vertreten. An der Suche beteiligten sich aber auch Freiwillige. Laut Polizeiobermeister Stefan Nußbaum meldeten sich viele ortskundige Bürger, die dabei helfen wollten, das kleine Mädchen zu finden.

Dunkelheit und Regen erschweren die Suche

Mit dabei waren auch Feuerwehrmann Lars Baumgartl und über zehn Kameraden aus Zwinge. Gesucht wurde nach dem Kind in Gruppen unter anderem von Silkerode aus in Richtung des alten Grenzturmes, der sich oberhalb von Bockelnhagen befindet. Das Problem: Dunkelheit und Regen erschwerten am frühen Abend die Aktion. Aufgrund der widrigen Witterung hätten dann die Drohnen, die das DRK und die Gemeinde Barbis einsetzten, nicht mehr abheben können.

„Es ist eine ganz schlimme Situation, die Stimmung ist sehr gedrückt, denn es handelt sich schließlich um ein vermisstes Kind. Wir alle hoffen inständig, dass wir das Mädchen wohlbehalten finden“, sagte Lars Baumgartl.

Mit Taschenlampen ausgerüstet, ging es beispielsweise durch Waldgelände, Unterholz und über Waldwege. Mit Funkgeräten und Handys hielten die Einsatzkräfte Kontakt. Bei jedem Signal, so berichtete Lars Baumgartl, hoffte man, eine gute Nachricht zu erhalten.

Auch Polizeikräfte aus Niedersachsen im Einsatz

Den Einsatz der Feuerwehren leitete Frank Mumdey, stellvertretender Ortsbrandmeister der Landgemeinde Sonnenstein. Auch Ortsbrandmeister Silvio Hossbach war unterwegs. Durchkämmt wurden Grundstücke und Scheunen, alles in der Hoffnung, das Kind möglichst schnell zu finden oder einen Hinweis auf dessen Verbleib zu erhalten. „Wir arbeiten eng mit den Niedersachsen zusammen“, so Silvio Hossbach. Von dieser Seite waren auch Polizeikräfte im Einsatz.

Kontakt zu den Einsatzkräften hielt Margit Ertmer, Bürgermeisterin der Landgemeinde Sonnenstein. Sie kümmerte sich darum, dass den Kräften Räume als Anlaufpunkt gestellt wurden und für Verpflegung gesorgt war.

Kurz nach 19 Uhr kam die erlösende Nachricht: Anna wurde nach ersten Informationen bei Mackenrode im Landkreis Nordhausen gefunden. Laut Vanessa Lundershausen von der Landespolizeiinspektion war das Kind wohl auf, kam aber vorsorglich ins Krankenhaus. Ein Zeuge hatte der Polizei den entscheidenden Hinweis gegeben.

Zeuge findet vermisstes Kind aus dem Eichsfeld im Kreis Nordhausen

  • [Anmerkung der Redaktion: Das Alter des Mädchens wurde berichtigt (zehn statt elf Jahre). Die Polizei hat ihre Angaben korrigiert.]