Spatenstich für neue Garagen in Leinefelde

Leinefelde  Offizieller Start für den Bau des neuen Komplexes in der Südstadt ist erfolgt. Das Projekt für 70 neue Garagen in mehreren Baukörpern kostet 1,5 Millionen Euro.

Erster Spatenstich für einen Neubau eines Garagenkomplexes in der Leinefelder Hertzstraße. Bauherrin ist die Stadt Leinefelde-Worbis. Im Bild von links Andreas Ebert, Johannes Bader, Bürgermeister Marko Grosa und Gritt Wahsner.

Erster Spatenstich für einen Neubau eines Garagenkomplexes in der Leinefelder Hertzstraße. Bauherrin ist die Stadt Leinefelde-Worbis. Im Bild von links Andreas Ebert, Johannes Bader, Bürgermeister Marko Grosa und Gritt Wahsner.

Foto: Eckhard Jüngel

Spatenstich für den Bau eines neuen Garagenkomplexes – ein Projekt, das viel Aufmerksamkeit erregt und Beachtung findet. Der Anfang ist gemacht. Andreas Ebert, Marko Grosa und Gritt Wahsner als Vertreter der Kommunalen Liegenschaftsverwaltung Leinefelde-Worbis sowie Johannes Bader vom Garagenvorstand versuchen, die Spaten in den ausgetrockneten Boden in der Leinefelder Südstadt zu rammen – mit mäßigem Erfolg.

Auf dem Gelände des ehemaligen Schlecker-Marktes werden künftig 70 Garagen seitens der Stadt errichtet. Gemeint ist die städtische Grünfläche zwischen dem Wohnblock der Gaußstraße 2-8 und der Grünen Achse. Bürgermeister Marko Grosa (CDU) weiß über die Bedeutung dieses Neubaus und bezeichnet ihn entsprechend als „politisch hoch brisantes Thema“.

Denn der Bau von neuen Garagen im Stadtgebiet war lange umstritten und wurde heiß diskutiert. Aber es braucht eine neue Lösung. Denn der alte Garagenkomplex in der Südstadt wird abgerissen. „Ich sag es jetzt mal so, weil ihr von uns vertrieben werdet, zugunsten der Landesgartenschau“, sagt Marko Grosa in Richtung einiger anwesender Garagenpächter.

Die neuen Garagen bezeichnet der Stadtchef als „hochwertig.“ Es werden acht freistehende Einzelbaukörper. Diese sind unterschiedlich groß. Während ein Baukörper nur zwei Garagen umfasst, besteht ein anderer, der längste Baukörper, aus 15 Garagen. Die Grundfläche liegt dann zwischen 44 und 324 Quadratmetern, erklärt Michael Bock vom Bauamt. Sie werden künftig über die Hertzstraße zu erreichen sein. Dabei wird die Straße hinter dem Wohnblock der Gaußstraße erneuert, und 8,20 Meter breite Einmündungen führen zu den einzelnen Garagen, sagt Michael Bock.

Zwischen diesen Baukörpern gibt es noch einen zusätzlichen grünen Streifen, denn darunter verläuft eine wichtige Leitung. Auch die Grüne Achse wird berücksichtig „und keinesfalls zerstört“, betont Marko Grosa. Denn zwischen dem sogenannten schwarzen Weg und dem Garagenkomplex werden neue Bäume gepflanzt, um das Grün zu erhalten. Auch deshalb bekommen die Gebäude grüne Dächer und sollen „optisch ansprechend“ sein, erklärt Marko Grosa. Ihm ist es wichtig, dass gerade dieser neue Komplex ordentlich wird: „Wir geben uns hier sehr viel Mühe.“ Das gibt er auch den Baufirmen mit auf den Weg, gerade weil es ein so wichtiges Thema für ihn, die Garagenpächter und vor allem die Stadt ist.

Von etwa 300 Antragsstellern bekommen nun die ersten 70 ihre Garage. Zum jetzigen Zeitpunkt distanziere sich die Verwaltung auch immer mehr vom „Losverfahren“, sagt der Bürgermeister. Denn das wäre in seinen Augen auch ungerecht. An der Stelle würde die Verwaltung samt Bürgermeister auch eng mit dem Garagenvorstand zusammenarbeiten. Letzterer könne ja besser einschätzen, inwieweit jemand wirklich eine neue Garage bräuchte.

An der Stelle bringt Johannes Bader auch ein Anliegen älterer Pächter zur Sprache: Wohin mit den ganzen Utensilien, die in den Garagen noch stehen? Der Stadtchef meint, dass keine Garage abgerissen wird, bevor nicht die neuen stehen. „Es gibt keinen Grund zur Nervosität“, beruhigt Grosa, der Johannes Bader auch zu einem Statement auffordert. Schließlich sei der Neubau umstritten gewesen. „Rechtlich haben wir keine Chance, das wissen wir. Und die Situation ist nun, wie sie ist.“ Es habe auch noch ein Gespräch in Erfurt dazu gegeben, sagt er. „Die Zukunft wird zeigen, was richtig und was falsch war“, lächelt Johannes Bader.

Der Baubeginn für den ersten Garagenkomplex ist im Juli, der Bau ist voraussichtlich im April 2020 abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere 120.000 Euro für den Brunnen, der einst das Stadion mit Wasser versorgt hat.

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