St.-Bartholomäus-Kirche in Hohengandern bekommt ihre Turmspitze zurück

Hohengandern.  Kugel, Wetterkreuz und Bekrönungskreuz werden nach ihrer Restaurierung wieder auf den Kirchturm gesetzt.

Die Turmbekrönung der Kirche von Hohengandern wurde restauriert und wird Samstag, 25. Januar, wieder aufgesetzt.

Die Turmbekrönung der Kirche von Hohengandern wurde restauriert und wird Samstag, 25. Januar, wieder aufgesetzt.

Foto: Daniela Hartmann

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Die Sanierung des Turmes der Kirche St. Bartholomäus in Hohengandern ist derzeit im vollen Gange. Abgeschlossen aber ist schon die Instandsetzung des Turmknopfes, des Bekrönungskreuzes und der Wetterfahne. „Darum hat der Kirchortrat in Gemeinsamkeit mit dem Gemeinderat beschlossen, die Aufsetzung dieser Turmbestandteile auf den etwa 28 Meter hohen Kirchturm in würdiger Form gebührend mitzuerleben und zu feiern“, sagt Ortschronist Karl Eberhardt. Das alles soll an diesm Samstag, 25. Januar, passieren.

Karl Eberhardt weiß noch eine ganze Menge mehr über die Kirche und ihren Turm. Verbrieft ist ein Kirchenbau aus dem Jahr 1597. Der Neubau erfolgte ab dem Jahr 1850 – die Einweihung am 16. Juni 1857 durch Bischof Konrad Martin. Aber das Turmgebäude mit seiner üblichen weichen Haube blieb bestehen. „Witterungseinflüsse trugen wesentlich dazu bei, dass die schieferbedeckte Außenhaut einem natürlichen Verschleiß unterlag, dazu Schäden im Schieferbelag Nässe eindringen ließen und wichtige Kirchenelemente wie Turmuhr, Orgel und Geläute somit in Gefahr brachten“, weiß Karl Eberhardt. 1886 und 1982 gab es Grundinstandsetzungen, in den Jahren 1996, 2007 und 2013 kostenaufwendige Teilinstandsetzungen. Doch um weitere Gefahren abzuwehren, beschloss der Kirchenvorstand im Jahre 2018, eine weitere Grundinstandsetzung des Turmes vorzunehmen.

Am 16. September 2019 ging es endlich los, begann man mit der Aufstellung des notwendigen Gerüstes. Anfang November legte die Firma Martin Nörthen aus Uder mit den Sanierungsarbeiten los. Turmkugel, Bekrönungskreuz und Wetterfahne wurden zuerst abgebaut und nach Effelder gebracht. Die dort ansässige Firma Harald Otto übernahm die Restaurierung.

Der 13. November war ein besonderer Tag. Mitglieder des Kirchortsrates und des Gemeinderates reisten nach Effelder, um beim Öffnen der Turmkugel dabei zu sein. „Erwartungsgemäß kam eine Blechkassette zum Vorschein. Sie stammt aus dem Jahr 1982“, erzählt Karl Eberhardt.

Jetzt sind die drei wichtigen Elemente fertig und sollen am Samstag wieder in luftigen Höhen ihren Platz bekommen. Das Ereignis soll aber feierlich begleitet werden, schließlich kommt es nicht alle Tage vor. Um 10 Uhr sind am 25. Januar alle Interessierten in die Bartholomäuskirche eingeladen. Nach einer feierlichen Andacht dürfen die „Kassetteninhalte“ besichtigt werden. Dazu gibt es Erläuterungen und Aufklärung zu so mancher Frage. Danach geht es an den Neuaufbau von Turmkugel, Bekrönungskreuz und Wetterfahne. Und in die Kugel sollen wieder einige Dinge aus dem nun angebrochenen Jahr 2020 ihren Platz finden. Dazu gibt es einen Imbiss und ein gemütliches Beisammensein. „Wir laden alle Neugierigen herzlich ein“, heißt es von Kirchgemeinde, Gemeinderat und Ortschronist Karl Eberhardt.

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