Steigerung nach dem Seitenwechsel bleibt unbelohnt

Leinefelde  Fußball-Landesklasse: SC Leinefelde unterliegt FC Union Mühlhausen daheim mit 1:2. Küntzelmanns Treffer reicht nicht

Haben alles gegeben, müssen am Ende aber mit einer Heimniederlage gegen den FC Union Mühlhausen leben: Die Spieler des SC Leinefelde (Archivbild).

Haben alles gegeben, müssen am Ende aber mit einer Heimniederlage gegen den FC Union Mühlhausen leben: Die Spieler des SC Leinefelde (Archivbild).

Foto: Henning Most

Noch Minuten, nachdem Schiedsrichter Johannes Drößler (Gotha) zum letzten Mal an diesem Nachmittag in seine Pfeife geblasen hatte, saß Steven Geller, Trainer des SC Leinefelde, nachdenklich und enttäuscht auf der Bank. Seine Jungs hatten im Fußball-Landesklassen-Heimspiel gegen den FC Union Mühlhausen nach 0:2-Pausenrückstand eine ansprechende zweite Halbzeit geboten, sich aber nicht für ihre Steigerung nach dem Seitenwechsel belohnt. Mehr als der 1:2-Anschlusstreffer, den Routinier Rick Küntzelmann kurz nach Wiederbeginn (50.) markierte, gelang den Hausherren nicht. Marco Gebhardt scheiterte in der Schlussphase bei der größten Leinefelder Ausgleichsgelegenheit mit seinem Seitfallzieher am Innenpfosten (85.).

Die 90 Zuschauer im Leinesportpark erlebten bei sommerlichen Temperaturen zwei grundverschiedene Abschnitte. Nach den ersten 45 Minuten sah es nach einem entspannten Nachmittag für Mühlhausens Trainer Ronny Aster und seine Mannschaft aus. Die führte dank der Erfolgserlebnisse von Maximilian Mummert (14.) und Maximilian Hottop (29.) völlig verdient mit 2:0, hatte das Duell fest im Griff und es sogar versäumt, noch mehr Tore zur erzielen. „Am Ende haben wir uns dann für 90 Minuten Nervenkitzel entschieden“, bilanzierte Aster nach dem letztlich etwas glücklichen Auswärtstriumph durchaus erleichtert: „In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit haben wir gedacht, es geht von selber. Am Ende wäre ein Remis vielleicht sogar gerecht gewesen.“

Die Gäste, die nun vier ihrer bisherigen fünf Saisonpartien gewonnen haben, zeigten sich im Leinesportpark von Beginn an hellwach und umtriebig in der Offensive. Dirigiert vom erfahrenen Toni Jurascheck, der im zentralen Mittelfeld die Kontrolle hatte, fuhren sie über ihre schnellen Offensivkräfte zahlreiche gekonnte und gefährliche Angriffe. Leinefeldes Torwart Patrick Reimann musste sich bereits nach vier Minuten zum ersten Mal gehörig strecken, als er einen 18-Meter-Schuss von Mummert per Flugparade soeben noch über die Latte lenken konnte.

Zwar hatten auf Seiten der Eichsfelder auch Marco Gebhardt (8., Kopfball) und Marius Gerbig (12., Schlenzer) gute Gelegenheiten, tonangebend waren jedoch die Unioner, die folgerichtig kurz nach Gerbigs Versuch in Führung gingen: Mummert drehte sich im Strafraum geschickt und versenkte den Ball im oberen langen Eck (14.). Dass Mühlhausens Nummer 17 in Minute 27 nicht seinen Doppelpack schnürte, war eigentlich kaum zu glauben, doch der FC-Torjäger bekam es fertig, die flache Hereingabe seines Sturmpartners Patrick Rost, der Leinefeldes Keeper Reimann bereits umspielte hatte, aus fünf Metern über das leere Tor zu knallen. Kurz darauf konnte Mühlhausen dann aber jubeln: Der schnelle Hottop war eher am Ball als Reimann und spitzelte das Spielgerät zum 0:2 über die Linie (29.).

Hätte Hottop sieben Minuten vor der Pause nicht nur den Außenpfosten getroffen, die Begegnung wäre bereits nach der ersten Halbzeit entschieden gewesen. So aber erhielten die Leinefelder nach dem schnellen 1:2 durch Küntzelmann, der nach leichsinnigem Ballverlust der Mühlhäuser Abwehr wuchtig aus 16 Metern unter die Latte traf (50.), neuen Elan. Auch die Einwechslung des jungen Marc Hoffmeier, der über links für Betrieb und viele Flanken sorgte, belebte das SC-Spiel. Doch da Gebhardt in letzter Sekunde noch abgeblockt wurde (66.) sowie am Innenpfosten scheiterte (85.) und Enrico Schmalstiegs Heber noch auf der Linie geklärt wurde (90.), standen die Hausherren am Ende mit leeren Händen da. „Wir hatten den Gegner in der zweiten Halbzeit im Griff, aber eine gute Halbzeit reicht eben nicht“, konstatierte Leinefeldes Coach Steven Geller nach der dritten Pleite im sechsten Saisonmatch.

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