Torriecher ist trotz gebrochener Nase intakt

Heiligenstadt  Fußball-Verbandsliga: Maximilian Henkel sichert 1. SC Heiligenstadt spät das 1:1 beim SV Schott Jena

Heiligenstadts Trainer Ronny Löwentraut kann sich über einen Auswärtspunkt freuen.

Heiligenstadts Trainer Ronny Löwentraut kann sich über einen Auswärtspunkt freuen.

Foto: Jens Lohse

Seine Nase ist zwar gebrochen, seinen Torriecher hat das aber nicht beeinflusst: Maximilian Henkel hat dem 1. SC Heiligenstadt (SCH) am 6. Spieltag der Fußball-Verbandsliga durch seinen späten Treffer in der Nachspielzeit noch einen Punkt gesichert. Durch das Henkeltor in der 93. Minute kamen die Kurstädter beim SV Schott Jena zu einem 1:1 (0:0). Yaser Bakavoli Mohammadi hatte die Hausherren knapp 15 Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit vor gerade einmal 20 Zuschauern in Front gebracht.

Durch den Ausgleich in buchstäblich letzter Sekunde verhinderte Henkel, der sich vor gut drei Wochen im Training die Nase gebrochen hatte und deshalb in Jena mit einer Maske auflief, die vierte Niederlage in Folge für den SCH. Für den Mann mit der Nummer 7, der erst in der 72. Minute für Nico Berger in die Partie gekommen war, war es der erste Saisontreffer. Und der war enorm wichtig, unterstrich Heiligenstadts Trainer Ronny Löwentraut: „Der Punkt war absolut verdient und sehr wichtig für den Kopf. Ich hoffe, wir können diesen Aufwind jetzt in das nächste Heimspiel gegen Bad Langensalza mitnehmen.“

Die Eichsfelder hatten taktisch und positionstechnisch umgestellt. Im 4-4-2-System überließen sie dem Gegner den Ball und wollten aus der Defensive heraus durch schnelle Umschaltaktionen gefährlich werden. Robin Marx und Stefan Lerch agierten im zentralen Mittelfeld, Kapitän Sebastian Möhlhenrich rückte neben Alexander Rohner in den Sturm auf.

Die abwartendere Haltung tat dem SCH gut. In der ersten Halbzeit kam Jena kaum zu gefährlichen Aktionen. „Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt“, lobte Löwentraut. Sein Team traf bereits vor dem Seitenwechsel, doch Ivan Peric stand dabei hauchdünn im Abseits. Da auch Möhlhenrich eine große Gelegenheit liegen ließ, ging es torlos in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang lag laut Löwentraut der SCH-Führungstreffer in der Luft, Peric köpfte nach einer Ecke aber in die Arme von Schotts Schlussmann Oliver Gießler. Nachdem Mohammadi Jena per Abstauber unter die Latte zum 1:0 geschossen hatte, stellte der SCH um. Henkel rückte als dritter Mann in den Angriff, hinten wurde aus der Vierer- eine Dreierkette. Und die offensivere Ausrichtung sollte sich für die Heiligenstädter bezahlt machen: Der wie Henkel eingewechselte Daniel Döllmann zog einen Freistoß flach und scharf vor das Tor, und Henkel war am zweiten Pfosten erfolgreich. „Er ist im richtigen Moment gestartet. Man hat gemerkt, dass er heiß war“, lobte sein Coach.

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.