Trotz Besucherrekord kein Aufatmen im Worbiser Bärenpark

Worbis  Monatelange Schließung bereitet Kopfzerbrechen, trotzdem gibt es neue Pläne

Die Wolfshybriden Raik (Foto) und Ronja haben sich im Alternativen Bärenpark in Worbis gut eingelebt. Sie lebten fünf Jahre in illegaler Privathaltung. Die Tiere wurden beschlagnahmt und im Mai 2020 nach Worbis gebracht. Hier haben sie sich mit den Bären arrangiert und streifen gelassen durch die Freianlagen des Parkes.

Die Wolfshybriden Raik (Foto) und Ronja haben sich im Alternativen Bärenpark in Worbis gut eingelebt. Sie lebten fünf Jahre in illegaler Privathaltung. Die Tiere wurden beschlagnahmt und im Mai 2020 nach Worbis gebracht. Hier haben sie sich mit den Bären arrangiert und streifen gelassen durch die Freianlagen des Parkes.

Foto: Eckhard Jüngel

„2020 war für das Eichsfelder Tierschutzprojekt ein verrücktes Jahr mit Höhen und Tiefen“, sagt Sabrina Schröder, Leiterin des Worbiser Bärenparks. Der zweite anhaltende Lockdown bereite im Moment weiter Kopfzerbrechen und große Sorgen. Aber trotzdem blicke man nach vorn und habe sogar neue Pläne für dieses Jahr.


Mehrere Monate musste das Tierschutzprojekt der Stiftung für Bären 2020 geschlossen bleiben. Dennoch habe man mit über 65.000 Gästen mehr Besucher als in den vergangenen zehn Jahren gezählt, ist Sabrina Schröder beeindruckt. Doch auf dieser starken Bilanz wolle man sich nicht ausruhen. Vielmehr starte man hochmotiviert und voller Hoffnung auf Normalität in das Jahr 2021.


Gerade, so erzählt die Chefin, entstehe im Projekt ein neuer Wirtschaftshof. Auch eine neue Sitzfläche unter dem Service- und Informationszentrum ist im Bau. Weiter seien neue Spiel- und Pädagogikelemente angedacht, eine komplett neue Beschilderung soll bis März in die Tat umgesetzt werden, ein neues Eingangsgebäude ist in Planung und allen voran werde die notwendige Erweiterung zeitnah starten. „Besonders letzteres ist von höchster Dringlichkeit, denn die Zahl der Tierschutzfälle steigt von Jahr zu Jahr“, sagt Schröder. Ausbeutung, schlechte oder illegale Haltung, Misshandlung – dies sind nur einige der Gründe, warum man immer mehr Anfragen mit der Bitte um Hilfe bekommen. „Doch all diese Pläne könnten durch den anhaltenden Lockdown zunichte gemacht werden.“ Schröder befürchtet sogar fatale Auswirkungen.

Unklar sei bislang zudem ein Ausblick in Sachen Veranstaltungen. „Wir hoffen sehr, zumindest einen Teil unserer liebevoll geplanten Veranstaltungen wieder aufnehmen zu können. Ganz besonders denke ich da an die traditionelle Ostereiersuche im Frühjahr, sowie an die angedachte Wildtierkonferenz im Rahmen des diesjährigen Jubiläums.“ Der Bärenpark feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Alle Hoffnung beruhe nun auf einer Normalisierung der Situation.