Umzug mit drei Wagen und der Hammel-Attrappe

Juvita Weinrich
| Lesedauer: 3 Minuten
Der kleine Festumzug stieß bei Jung und Alt auf großes Interesse. 

Der kleine Festumzug stieß bei Jung und Alt auf großes Interesse. 

Foto: Juvita Weinrich

Niederoschel.  Trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie feiern die Einwohner von Niederorschel die traditionelle Marien-Kirmes

Bei Spätsommerwetter feierten die „Orschelschen“ am Wochenende ihre alljährliche Marien-Kirmes und der dazugehörige Kirmesverein mit seinen rund 40 Mitgliedern nun schon seinen 25. Geburtstag. Der Verein hatte es geschafft, trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, ein vielseitiges Programm für Jung und Alt auf die Beine zu stellen.

So eröffnete am Samstagabend der stellvertretende Vorsitzende, Matthias Beckmann, mit einem dreifach-kräftigen „Hammel-Mäh“ das Festtreiben. Das begann wieder in gewohnter Weise mit dem Aufstellen des Kirmes-Stammes. Zuvor wurde der Kranz mit bunten Bändern geschmückt, wobei sich auch der Nachwuchs eifrig beteiligte.

Anschließend verfolgten die Schaulustigen wie die Kirmesburschen den sechs Meter langen Holzstamm aufstellten. Natürlich wurde der Kraftakt mit reichlich Applaus belohnt. Da die Kindergartenkinder diesmal keinen musikalischen Auftritt hatten, sorgte Erwin Hunold von den „Ohnespatzen“ mit einem Liederreigen für den passenden Rahmen, wobei er auch selbst kreierte Titel wie „Hey, wir wollen zur Kirmes geh’n“ anstimmte.

So begann das Kirmes Open Air auf dem Lindenplatz, wo anschließend Power Voices den Kirmestanz eröffnete. Während das Gesangs-Duo aus Leinefelde die Gäste in Stimmung brachte, steuerten diese schon mal die Imbissbuden und Tischgruppen an.

Lichterprozession zur Kapelle am Dorfrand

Die Jüngsten zog es unterdessen zur Rollenrutschbahn, die jede Menge Spaß garantierte. Den hatte vor der Bühne auch die gut gelaunte Jugend, deren Begeisterung sich zusehends steigerte. Als dann auch noch DJ Florian Demme, bekannt als Demme Beats, House Music Mix auflegte, kannte das Abrocken vor der Bühne kein Halten mehr. Die aufgeheizte Stimmung setzte sich bis tief in die Nacht fort.

Die kirchlichen Feierlichkeiten wiederum begannen, organisiert von Helga Beykirch, schon am Freitagabend mit einer Lichterprozession zur Marienkapelle am Dorfrand. Dort erblickte die Pilgerschar das sogenannte Klüschen im Schein unzähliger Kerzen, wobei die meisten auf drapierten bunten Tüchern stimmungsvoll leuchteten. Traditionell stand am Sonntag dann das Festhochamt mit Prozession durch die festlich geschmückten Straßen auf dem Programm.

Hier konnte man am Nachmittag auch einen Kirmesumzug bewundern. Der zählte zwar nur drei Wagen, lockte dennoch viele Schaulustige an. Mit dabei war der Wagen mit Hammel-Attrappe, der wieder alle Blicke auf sich zog. Für die passende Blasmusik sorgten unterwegs die Alte Burg Musikanten.

Ein Blickfang war auch die Fußgruppe des Kirmesvereins, welche unter anderem geschmückte Kinderwagen und einen Handwagen samt Sattel mitführte. Letzterer zog Joachim Windolph, womit er sich quasi als kraftvoller Sattelschlepper bewies. Begleitet von ansteckender Fröhlichkeit zog man so durch das Dorf und erfreute nicht zuletzt die Senioren der beiden Altenpflegezentren.

Nach dem Burschenamt und der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal fanden die Feierlichkeiten am Montag, beim Frühschoppen in der Domschänke ein Ende.

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