Unvergessener Schreibfehler mit „t“

Silvana Tismer über eine werbewirksame Panne

Silvana Tismer, Lokalredaktion Eichsfeld.

Silvana Tismer, Lokalredaktion Eichsfeld.

Foto: Olaf Schäfer

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Zwei oder drei Mal durfte ich bereits das Vergnügen haben, ein Gastspiel des Theaterclubs Gasparone in Kirchgandern zu erleben. Als jetzt Karl-Horst Nolte zu Besuch kam, um das Programmheft für die 31. Komödie auf den Brettern des Dorfkrugs zu bringen, mussten wir beide lachen. Wir erinnerten uns nämlich sofort an ein Ereignis, das nun schon einige Jahre zurückliegt. Damals hatte ich es ebenfalls übernommen, den Auftritt anzukündigen. Als dann noch einmal jemand Korrektur las – bis heute hat sich niemand getraut, mir zu beichten, wer es war – wendete er die automatische Rechtschreibprüfung an. Nur: Das Programm kannte das Wort „Gasparone“ nicht und machte kurzerhand eine „Gaspatrone“ daraus. Ich entschuldigte mich am Tag darauf wortreich bei Lesern und Ensemble.

Letzteres aber hatte die Sache gar nicht übel aufgenommen. Vielmehr, so erzählte mir Karl-Horst Nolte, gab es so einen Spaß mit diesem einen zusätzlichen falschen Buchstaben, dass die Schauspieler kurzerhand das anstehende Stück in Kirchgandern mit einer Gaspistolen-Attrappe und einem lauten Knall eröffneten. Und es seien noch mehr Leute gekommen als zuvor. Nun, wenn ein kleiner Fehler für so viel Spaß sorgen kann, dann kann auch ich deswegen nicht sauer sein.

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