Vorträge in Teistungen über Fennoskandien und den Eisernen Vorhang

Teistungen.  Eine finnische Expertengruppe berichtet in der Bildungsstätte des Grenzlandmuseums Eichsfeld über das einstige finnisch-sowjetische Grenzgebiet

20 Delegierte aus den Anrainerstaaten des Europäischen Grünen Bandes von Norwegen bis Griechenland überreichen, im Themenpavillon "Grünes Band" des Eichsfelder Grenzlandmuseums in Teistungen Steine von jeweiligem "Grünen Band" Ihres Landes.

20 Delegierte aus den Anrainerstaaten des Europäischen Grünen Bandes von Norwegen bis Griechenland überreichen, im Themenpavillon "Grünes Band" des Eichsfelder Grenzlandmuseums in Teistungen Steine von jeweiligem "Grünen Band" Ihres Landes.

Foto: Eckhard Jüngel

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Mit einer Vortragsreihe erinnert das Grenzlandmuseum Eichsfeld an den Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und dessen Entwicklung zum Europäischen Grünen Band. Drei der vier Doppelvorträge, bei denen es um den Balkan, Zentraleuropa und das Baltikum ging, wurden 2019 gehalten. Jetzt gibt es den letzten Part „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“. Und der behandelt das russisch-finnische Grenzland „Fennoskandien“. Laut Museumsleiterin Mira Keune reist dazu eine Expertengruppe aus Finnland an.

Die Vorträge haben die Schwerpunkte Tourismus, Wirtschaft und Naturschutz. Über die finnisch-russische Grenzregion während des Kalten Krieges referiert Professorin Maria Lähteenmäki. Sie befasst sich mit den grenzübergreifenden touristischen und wirtschaftlichen Aktivitäten vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Professor Alfred Colpaert ergänzt den Vortrag durch Satellitenbilder. Beide Wissenschaftler sind an der Universität Ostfinnland, Joensuu, tätig.

Finnland spielte als militärisch neutraler Staat eine Sonderrolle im Kalten Krieg, was sich auch auf die über 1300 Kilometer lange Grenze mit seinem östlichen Nachbarn Sowjetunion niederschlug. Einige Aspekte dieser wechselvollen Nachbarschafts- und Grenzgeschichte, die über die Zeit von 1945 bis 1989 hinausreicht, werden im Vortrag aufgezeigt. Am heutigen Grünen Band im finnisch-norwegisch-russischen Grenzgebiet steht das gemeinsame arktische, biologische, kulturelle und geologische Erbe im Mittelpunkt.

Im zweiten Vortrag stellt Riina Tervo das Forellen- und Braunbär-Monitoring vor. Zudem gibt sie Einblicke in ein Umweltbildungsprojekt. Die Vorträge werden auf Englisch gehalten. Handouts in deutscher Fassung stehen zur Verfügung. Nachfragen werden übersetzt, so Mira Keune.

Der Eiserne Vorhang teilte Europa auf einer Länge von rund 12.500 Kilometern.

Den Vortrag über Fennoskandien gibt es am 19. Februar, 18 Uhr, in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum.

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