Weiterer Zuwachs im Kreditgeschäft

Heiligenstadt.  Commerzbank in Heiligenstadt informiert über aktuelle Situation und zieht Bilanz für das Jahr 2019.

Der Heiligenstädter Commerzbank-Filialleiter Stefan Koch und Pressesprecherin Sabine Schanzmann-Wey, hier auf einer Aufnahme aus dem vergangenen Jahr.

Der Heiligenstädter Commerzbank-Filialleiter Stefan Koch und Pressesprecherin Sabine Schanzmann-Wey, hier auf einer Aufnahme aus dem vergangenen Jahr.

Foto: Sigrid Aschoff

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Die aktuelle Situation bewertet und die Jahresbilanz für 2019 gezogen, das hat die Commerzbank in Heiligenstadt. Trotz Corona-Krise seien alle Finanzdienstleistungen weiter verfügbar, teilt Sabine Schanzmann-Wey, Pressesprecherin der Region Ost, mit und ergänzt, dass in den Selbstbedienungszonen der Filialen Ein- und Auszahlungen jederzeit möglich seien: „Die Filiale in Heiligenstadt ist jedoch zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern für den persönlichen Kontakt derzeit vorsorglich geschlossen.“ Die Berater seien telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Sollte es Anliegen geben, die nur persönlich geklärt werden könnten, werde auch in einem solchen Fall eine Lösung gefunden.

„Kunden, die Liquiditätsengpässe oder Kreditbedarf haben, helfen wir schnell und unbürokratisch“, sagt der hiesige Marktbereichsleiter Stefan Koch. Privatkunden, die von Kurzarbeit betroffen seien, gewähre man zum Beispiel bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause. Auch bei Baufinanzierungen könne im Fall von Kurzarbeit die Tilgung bis zu sechs Monate ausgesetzt werden. Unternehmen unterstütze die Bank unter anderem bei den neu aufgesetzten und ausgeweiteten KfW-Kreditprogrammen des Bundes.

Geschäftsvolumen legt um gut 10 Prozent zu

Das Geldinstitut blickt aber auch auf das zurückliegende Geschäftsjahr und konnte nach eigenen Angaben die positive Entwicklung in Heiligenstadt fortsetzen. Das Geschäftsvolumen sei gegenüber 2018 um 10,3 Prozent auf über 65,6 Millionen Euro gestiegen. In der Region wurden außerdem 290 neue Kunden gewonnen.

Fest steht für Koch derweil, dass das Zinstief auch der Commerzbank und ihren Kunden zu schaffen macht. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren. Seit Ende 2010 liegt dieser Wertverlust pro Bundesbürger insgesamt bei über 1600 Euro“, rechnet er vor. „Jeder muss sich überlegen, ob er seine Anlagen unverzinst auf einem Tages- oder Festgeldkonto belässt – das gilt auch in der derzeitigen Krise.“ Angesichts der Börsenentwicklung durch die Corona-Pandemie rät Koch zur Besonnenheit. „Wer sein Geld mittelfristig angelegt und breit gestreut hat, sollte Ruhe bewahren. Panikverkäufe sind das Schlimmste, was man jetzt tun kann.“ Auf Basis der aktuellen Daten erwartet die Bank nach einer Rezession im ersten Halbjahr im zweiten eine Erholung in der Realwirtschaft und an den Börsen.

Aktien und Wertpapiere für 10,4 Millionen Euro

Insgesamt, heißt es, ist das Wertpapiervolumen 2019 in Heiligenstadt auf 10,4 Millionen Euro gestiegen. Andererseits sorgte das Zinstief für einen Zuwachs im Kreditgeschäft. Das Volumen stieg laut Bank um 3,6 Prozent auf rund 29 Millionen Euro. Für Baufinanzierungen wurden neue Kredite von 3,1 Millionen Euro ausgereicht. Seit September gibt es zudem eine „grüne Baufinanzierung“, die einen Zinsrabatt für energieeffizientes Bauen gewährt. Ratenkredite waren ebenfalls gefragt. Bei diesen wurden in Heiligenstadt 1,7 Millionen Euro neu vergeben.

Nicht unerwähnt lässt Stefan Koch, dass die Commerzbank dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert und ihre mobilen Angebote ausbauen will. Ziel sei es, dass bis Ende 2023 alle Produkte auch auf dem Smartphone abschließbar seien. Die persönliche Beratung gebe es aber weiter. „Wir werden auch künftig in unsere Filialen investieren und mit einem der dichtesten Filialnetze in der Fläche präsent sein“, betont der Heiligenstädter Marktbereichsleiter.

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