Musiker Sven Tasch veröffentlicht erstes eigenes Album

Worbis.  Sven Tasch aus Worbis möchte sein Album auf Vinyl herausbringen. Ein Filmprojekt mit professionellen Akteuren ist in Arbeit.

Tim Krchov, Matthias Müller, Sven Tasch und Carolin Hartmann (von links) sind alle auf ihre Art und Weise Künstler. Sie wollen ein gemeinsames Projekt auf die Beine stellen und zu einem Klavierstück von Sven Tasch einen Kurzfilm drehen.

Tim Krchov, Matthias Müller, Sven Tasch und Carolin Hartmann (von links) sind alle auf ihre Art und Weise Künstler. Sie wollen ein gemeinsames Projekt auf die Beine stellen und zu einem Klavierstück von Sven Tasch einen Kurzfilm drehen.

Foto: Silvana Tismer

Sven Tasch aus Worbis hat einen Lebenstraum. „Ein eignes Album und dazu ein Video“, sagt er. Ein Traum soll das jetzt nicht mehr bleiben. Seit seinem 13. Lebensjahr ist er einem bestimmten Musikinstrument regelrecht verfallen: dem Klavier. Seitdem macht er Musik, komponiert. Er war Keyboarder der Dark-Metal-Band Ravendark, organisierte mit der Formation Diekenstiek die legendären Benefizakustikabende. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet er nahe Hildesheim, er betreibt eine Website zu seiner Musik, bietet Streams und Videos unter anderem auf Youtube. „Aber jetzt soll es etwas Richtiges werden.“

Im Winter verbrachte er viel Zeit bei Matthias Müller in Brehme, um im Tonstudio seine Werke professionell einzuspielen. Es sei ihm schwergefallen, aus 20 Stücken nur sechs auszuwählen. „Drei ältere, drei neue“, erzählt Tasch. Matthias Müller, Tim Krchov und Carolin Hartmann hören in der Worbiser Carpinteria aufmerksam zu. „Wir haben auch nicht direkt im Tonstudio gearbeitet, sondern bei Matthias in der Wohnung. Wir haben zusammen gekocht und geredet.“ Sven Tasch mag die berühmte Glaswand in einem Studio nicht, die Toningenieur vom Künstler trennt. „Ich bekomme dann keine direkte Interaktion.“ Im Wohnzimmer sei das eine ganz andere Sache gewesen. Beide sprachen über die gedanklichen Geschichten und Gefühle, die hinter Taschs Musik stecken, legten auch das Tempo individuell fest, ob ein Stück etwas Fahrt aufnehmen oder im Gegenteil gebremst werden muss, um Emotionen beim Hörer zu transportieren. „Es war eine sehr intensive Zeit, die Gespräche haben gutgetan“, sagt Tasch.

Bewusste Entscheidung für Veröffentlichung auf Vinyl

Die Aufnahmen sind abgeschlossen. Einen Namen für sein Album hat Tasch bereits gefunden. „Einklang“ soll es heißen. „Das Wort Klang ist enthalten, Musik ist immer Klang. Aber es geht auch darum, mit sich und der Umwelt im Einklang zu sein oder zu kommen.“ Er selbst zum Beispiel sei gerade mit sich, seiner Musik und seinem Leben im Einklang.

Das Album soll am 13. November dieses Jahres erscheinen. Aber nicht als CD. Dieses Format hält Sven Tasch für zu unpersönlich. Sicher werde es das Werk als Download geben. Er aber träumt davon, es auf Vinyl herauszubringen. „Eine Platte muss man aus seinem Inlay befreien, sie auflegen, den Tonarm des Plattenspielers betätigen. Man hört eine Langspielplatte viel bewusster. Und sie schränkt auch ein, was auf sie passt.“ Das sei auch ein Grund dafür gewesen, sich selbst ganz bewusst für diese sechs Stücke aus seinem Gesamtwerk zu entscheiden.

Nur dieses Album aber reicht Sven Tasch nicht. Er möchte, um seinen Lebenstraum zu vervollständigen, ein Video zu einem seiner Stücke entstehen sehen. „Kein neues hingeschludertes Youtube-Video, sondern ich möchte eine Geschichte in Bildern erzählen. Es kann sogar ein Kurzfilm werden“, sagt er.

Professionelle Schauspielerin übernimmt Hauptrolle

Um diesen Traum umzusetzen, hat er Tim Krchov von Jonez Entertainment im Eichsfeld gewonnen – und Carolin Hartmann. Carolin Hartmann stammt aus Rüdigershagen, hat in Berlin Schauspiel studiert und lebt seit Jahren in München. Sie hat ein Engagement am Münchner Volkstheater. Als Sven Tasch sie anrief und fragte, ob sie sich vorstellen könnte, die tragende Rolle in diesem Kurzfilm zu übernehmen, sagte so sofort zu. Tim Krchov übernimmt die Regie und die Kamera. Matthias Müller wird in seinen Sunrock Studios erneut die Tonabmischung übernehmen.

Jetzt hat es das erste Treffen aller vier gegeben. Denn noch gibt es keine Idee zu einem Drehbuch, zu der Handlung. Die wollen sie nun gemeinsam erarbeiten, ihre eigenen Interpretationen der Musik und künstlerischen Inspirationen einbringen, verbinden und visuell umsetzen. „Die Dreharbeiten sollen im Juni/Juli beginnen“, sagt Tim Krchov.. Was Sven Tasch ganz wichtig ist, dass der Film hochwertig wird. „Das passt vielleicht ganz gut in unsere Zeit, in der wir Werte und Wertigkeit hoffentlich wieder mehr zu schätzen lernen.“

Das Stück, das Sven Tasch zur Verfilmung herausgesucht hat, heißt „Run“. Alle vier kennen es inzwischen sehr gut. „Jeder hat sofort Assoziationen damit, seine eigenen Gedanken, seine eigenen Bilder im Kopf“, sagt Carolin Hartmann. Genau diese Bilder wollen die vier nun zusammenführen und auf der Leinwand sichtbar machen

Sie hoffen, dass der Film pünktlich zur Veröffentlichung des Albums im November fertig ist. Das alles ist aber auch nicht gerade günstig. Dafür hat Sven Tasch ein Crowdfunding ins Leben gerufen. Er hofft aber noch auf weitere Unterstützung über die Plattform www.betterplace.me.

Mehr zum Vorhaben und der Musik von Sven Tasch gibt es im Video Sven Tasch Live @home auf Youtube