Wetterbilanz für das Eichsfeld: Schaukelsommer mit Spitzen

Eichsfeld.  Die AG Wetterfrösche analysiert die warme Jahreszeit 2020. Spitzenwert: 34 Grad Celsius.

Der Altweibersommer zur Sommersonnenwende. Dieses Stimmungsbild gelang dem Leiter der AG Wetterfrösche.

Der Altweibersommer zur Sommersonnenwende. Dieses Stimmungsbild gelang dem Leiter der AG Wetterfrösche.

Foto: Siegfried Arand

War der Sommer 2020 wirklich so heiß und trocken, wie von uns allen gedacht? In den Juni starteten wir jedenfalls schon mit Tageshöchstwerten von bis zu 25 Grad Celsius und einer Vielzahl an Sonnenstunden. Kumuliert schienen fast anderthalb Wochen Sonne im gesamten Monat, trotz der gelegentlichen Schauer, die dafür sorgten, dass insgesamt knapp 90 Liter Landregen pro Quadratmeter dem Boden gut taten. Bis in den August befeuchtete weiterhin häufig nur leichter Nieselregen die Ackerflächen, der die Austrocknung reduzierte.

Zum Vergleich: Im Vorjahr war der erste halbe Meter des Bodens trocken, die Scheindauer nur minimal höher. Trotz dessen stiegen sowohl die Sonnenstunden als auch die Temperatur auf ein vorzeitiges Quartalsmaximum von 29,1 Grad Celsius am letzten Juli-Tag.

Extrem warm, sonnig und ein wenig zu nass

Extrem warm, sonnig und ein wenig zu nass, der letzte klimatologische Sommermonat überzeugte uns mit einer durchschnittlichen Temperatur von 19,3 Grad, welche knapp 3 Grad über dem langjährigen Mittel liegt. Auch die Sonnenscheindauer erstreckte sich mit 223 Stunden ein wenig über das Soll von rund 190 Stunden hinaus.

Die Gesamtregenmenge summierte sich auf knapp 70 Liter pro Quadratmeter, womit knapp der Wert der langjährigen Mittel übertroffen wurde. Insbesondere am Monatsanfang wurden 6 der 31 Tage im Monat als Hitzetage eingestuft. Man spricht von Hitzetagen, wenn das Quecksilber die 30-Grad-Marke auf dem Thermometer übersteigt, sprich die Höchsttemperatur an diesem Tag größer als 30 Grad Celsius beträgt. Der heißeste Tag im Monat war der 9. August mit einer Tageshöchsttemperatur von 34 Grad.

Fazit: Es handelte sich um einen sehr wechselhaften Sommer. Der Deutsche Wetterdienst spricht deshalb auch von einem Schaukelsommer, da sich besonders zu Beginn des Sommers kühle und warme Witterungsphasen abwechselten. Damit verabschieden wir uns vom Sommer 2020.

Die Autoren sind Mitglieder der AG Wetterfrösche am Heiligenstädter Lingemann-Gymnasium