Worbiser Bärenpark sorgt sich um seine Zukunft

Worbis.  Der Alternative Bärenpark in Worbis muss weiterhin geschlossen bleiben, während ähnliche Einrichtungen in anderen Bundesländern öffnen dürfen.

Die Wolfshybriden Raik (Foto) und Ronja haben sich im Alternativen Bärenpark in Worbis gut eingelebt und mit den Bären arrangiert.

Die Wolfshybriden Raik (Foto) und Ronja haben sich im Alternativen Bärenpark in Worbis gut eingelebt und mit den Bären arrangiert.

Foto: Eckhard Jüngel

Die großen Freianlagen im Bärenwald, der Bauernhof mit den heimischen Nutztieren und die weitläufigen Wege im Alternativen Bärenpark Worbis befinden sich alle in der Natur. Dennoch ist das gemeinnützige Umwelt-, Tier- und Artenschutzprojekt der Stiftung für Bären seit dem 16. Dezember vergangenen Jahres zu, und es werden keine Öffnungsoptionen aufgezeigt, so Geschäftsführer Bernd Nonnenmacher. Trotzdem habe sich das Team mit großer Euphorie auf die Wiedereröffnung vorbereitet. Sitzflächen, pädagogische Elemente und vieles mehr sei liebevoll und mit großem Fleiß für die Besucher hergerichtet worden. Weiterhin war es den Tierschützern ein wichtiges Anliegen, ein funktionierendes Hygienekonzept umzusetzen.

Doch dann die frustrierende Nachricht: Das Bärenrefugium muss mindestens bis 15. März geschlossen bleiben, während es in anderen Bundesländern, wie Berlin oder Sachsen-Anhalt, möglich ist, vergleichbare Einrichtungen im Freien zu besuchen, so Nonnenmacher. Nun wächst die Sorge, dass sich die prekäre Situation gar bis nach Ostern zieht. „Das wäre katastrophal. Denn anders als Zoos oder Tierparks bekommt das gemeinnützige Tierschutzprojekt keine Unterstützung aus öffentlichen Mitteln für den Betrieb des Projektes“, erklärt der Geschäftsführer.

Und Sabrina Schröder, die den Worbiser Bärenpark leitet, ergänzt: „Jeder weitere Tag ohne Einnahmen lässt uns zunehmend bangen. Nicht zuletzt auch wegen der anstehenden Erweiterung, die dringend notwendig ist. Die Zahl der Tierschutzfälle steigt ins unermessliche. Daher sind wir für jede Unterstützung, jede Hilfe von Herzen dankbar, die uns dabei bestärkt, Leben zu retten.“

Wer das Umwelt-, Tier- und Artenschutzprojekt im Eichsfeld unterstützen will, kann dies zum Beispiel durch Spenden oder die Übernahme von Patenschaften für die Tiere tun.

Weiter Informationen gibt es auf der Homepage des Bärenparks unter www.baer.de.