Zum Fuhrpark des Eichsfelder Landkreises gehört erstes E-Auto

Eichsfeld  Eingesetzt wird der Stromer im Kurierdienst. Bisher hat man nur gute Erfahrungen mit dem E-Auto gemacht. Weitere Elektrofahrzeuge werden 2020 angeschafft.

2020 sollen weitere E-Autos angeschafft werden. Symbolfoto: Wilhelm Slodczyk

2020 sollen weitere E-Autos angeschafft werden. Symbolfoto: Wilhelm Slodczyk

Foto: Wilhelm Slodczyk

Im Jahr 2016 hat der Landkreis Eichsfeld ein Klimaschutzkonzept verabschiedet und die Entscheidung getroffen, für dessen Umsetzung die Stelle eines Klimaschutzmanagers zu schaffen. Dieser ist nun seit Februar 2019 aktiv und richtet sein Augenmerk neben der Optimierung der kreiseigenen Liegenschaften vor allem auf den Bereich der klimafreundlichen Mobilität im Landkreis.

Insbesondere die Umstellung der Fahrzeugflotte des Landkreises Eichsfeld selbst auf E-Fahrzeuge ist ein erklärtes Ziel. Wie im Thüringer Klimaschutzgesetz verankert, erfülle der Landkreis Eichsfeld als öffentliche Behörde eine Vorbildfunktion und wolle mit dem Umstieg auf klimafreundliche Mobilität auch Unternehmen und Bürger motivieren, wo es möglich ist, umzurüsten, heißt es in einer Pressemitteilung. Als erstes Elektroauto wurde im Juli 2019 ein Renault Kangoo Z.E. in Betrieb genommen. Er verfügt über eine Batteriekapazität von 33 kWh, was unter realen Bedingungen einer Reichweite von rund 200 Kilometern entspricht.

Da das Fahrzeug in erster Linie für den Kurierdienst des Landkreises eingesetzt wird, habe besonders die sehr gut planbare Wegstrecke von etwa 70 Kilometern pro Tag die Entscheidung für den Start des Pilotprojektes erleichtert. „Aktuell wird das Auto im Durchschnitt jede zweite Nacht geladen. Sollten doch einmal außerplanmäßige Fahrten anstehen, wird eben jede Nacht geladen, so dass am kommenden Tag wieder ausreichend Reichweite zur Verfügung steht“, sagt einer der Fahrer des neuen Kurierfahrzeuges.

Beim Bremsen wird Energie gespeichert

Man müsse immer auf den Anwendungsbereich schauen und dementsprechend nach Lösungen suchen. Ein Auto für alle Einsatzfelder gebe es bei den E-Mobilen einfach nicht mehr.

Auch privat ist der Fahrer schon in Kontakt mit der E-Mobilität gekommen. Auch deshalb ist er von dem Neuen in der Fahrzeugflotte absolut überzeugt. Als größten Unterschied zum herkömmlichen Verbrenner nennt er die Fahrweise: „Runter vom Gaspedal bedeutet automatisch bremsen. Durch die Bremsenergierückgewinnung wird gleichzeitig der Akku geladen, was sehr energiesparendes Fahren möglich macht.“ Um auch in der kalten Jahreszeit möglichst energieeffizient unterwegs zu sein, wurde eine Trennwand zwischen Fahrerkabine und Laderaum eingebaut. Hierdurch solle nicht unnötig Heizenergie für den Laderaum verbraucht werden, was die Reichweitenverluste durch die Heizung minimiere.

„Die bisher durchweg positiven Erfahrungen der Nutzer mit dem neuen Kurierauto wirken in gewisser Weise auch als Multiplikator“, freut sich Klimaschutzmanager Stephan Gunkel. Deshalb sei für das kommende Jahr 2020 die Anschaffung weiterer E-Autos geplant. Im Vorfeld werde, mit dem Ziel, für den jeweiligen Anwendungsbereich die optimale Lösung zu finden, eine genaue Analyse zu den Anforderungen vorgenommen. Parallel dazu werde auch die notwendige Ladeinfrastruktur geprüft und gegebenenfalls auch neu geschaffen.

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