Acht Fußball-Fans beim Sprayen in Erfurt gestellt und festgenommen

Erfurt.  Gleich acht Graffiti-Sprayer nahm die Polizei in der Nacht zu Sonntag in Erfurt fest. Ihre Flucht in ein Gebüsch half ihnen nichts, denn die Beamten hatten einen Polizeihund dabei.

Gleich acht Graffiti-Sprayer konnte die Bundespolizei in der Nacht zu Sonntag in der Weimarischen Straße in Erfurt festnehmen.

Gleich acht Graffiti-Sprayer konnte die Bundespolizei in der Nacht zu Sonntag in der Weimarischen Straße in Erfurt festnehmen.

Foto: Polizei

Kurz nach 1 Uhr am Sonntag fiel den in zivil eingesetzten Bundespolizisten eine Gruppe junger Männer auf, die nahe des Erfurter Güterbahnhofs Rucksäcke mit Spraydosen aus ihren Autos nahmen. Insgesamt waren es acht Personen, die mit drei PKW unterwegs waren. Die Gruppe begab sich klandestin in Richtung der abgestellten Züge, von wo kurz darauf den Beamten intensiver Farbgeruch auffiel.

Polizisten fällt „intensiver Farbgeruch“ am Güterbahnhof auf

Die Beamten riefen zusätzliche Kräfte vor Ort. Dennoch gelang es den Tätern zunächst zu fliehen und sich in einem Gebüsch zu verstecken. Ein Diensthund spürte diese auf, sieben Personen wurden in der Weimarischen Straße vor Ort festgenommen. Eine weitere Person konnte kurz darauf an einer nahen Tankstelle gestellt werden.

Rucksäcke und Spraydosen wurden in Tatortnähe sichergestellt. In den Fahrzeugen fanden die Beamten weitere Utensilien, die üblicherweise durch Graffiti-Sprayer genutzt werden.

Die acht Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren wurden vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Bundespolizei nahe des Erfurter Hauptbahnhofes gebracht.

Insgesamt fertigten die Täter fünf Graffiti an mehreren Waggons mit einer besprühten Gesamtfläche von mehr als 60 Quadratmetern. Die Täter stammen aus der Erfurter und Leipziger Fußballfanszene. Auf Grund der umfangreichen Beweislage verzichtete die Staatsanwaltschaft auf die Durchsuchung der Wohnung der Beschuldigten.

Fußball-Fans aus Erfurt und Leipzig

Bei der Maßnahme unterstützte auch die Landespolizei. Nach den polizeilichen Maßnahmen durften die Männer die Dienststelle verlassen. Gegen alle hat die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass Graffitischmierereien an fremdem Eigentum keine unerheblichen Straftaten darstellen. Täter unterschätzen dabei häufig die Folgen ihrer Handlung. Neben der strafrechtlichen Verfolgung wegen der Sachbeschädigung kommt es in den meisten Fällen auch zu zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen durch den Geschädigten, die 30 Jahre lang eingefordert werden können.

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