Alle Erfurter Freibäder stehen in diesem Jahr zur Verfügung

Erfurt.  Die Bäder GmbH legt einen neuen Fahrplan für die Sanierung von zwei Freibädern vor. Baustart ist demnach erst 2021.

Die Planung für die Sanierung in Möbisburg wurde angepasst. In dieser Perspektive rückt das neue Becken auf die obere Hälfte des Bestandsbeckens.

Die Planung für die Sanierung in Möbisburg wurde angepasst. In dieser Perspektive rückt das neue Becken auf die obere Hälfte des Bestandsbeckens.

Foto: Susann Fromm

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Der Baustart für die beiden zur Sanierung vorgesehenen Erfurter Freibäder wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 erfolgen. Entgegen früherer Pläne bedeutet das zugleich, dass sowohl das Dreienbrunnenbad als auch das Freibad in Möbisburg in diesem Jahr noch einmal geöffnet sind, bestätigt Torsten Schubert, Chef der Stadtwerke Bäder GmbH. Voraussetzung sei, dass der Frost keinen Strich durch die Rechnung macht und die jährlichen Abnahmen erfolgreich verlaufen.

Der aktualisierte Zeitplan sieht vor, beide Bäder gleichzeitig zu sanieren und die Arbeiten bis zum Saisonstart 2022 abzuschließen. „Wir möchten möglichst nur eine Saison verlieren und sind zuversichtlich, dass das auch gelingt“, sagt Schubert. Für die Sanierung des „Dreiers“ waren ursprünglich zwei Saisons angesetzt. Zwischenzeitlich wurde auch eine Sanierung nacheinander erwogen.

Baugenehmigung für das „Dreier“ liegt vor

Für das Dreienbrunnenbad liegt die Baugenehmigung seit Dezember vor. Für das Freibad in Möbisburg soll in den nächsten Wochen ein überarbeiteter Bauantrag eingereicht werden. Auflagen, die sich aus der Trinkwasserschutzzone in Möbisburg ergaben, machten eine Überarbeitung der Planung nötig.

„Bei den Maßnahmen gibt es viele Details zu berücksichtigen“, sagt Schubert. „Aber alle Planer und Ämter ziehen an einem Strang.“

Die neue Planung ist bereits mit dem Förderverein abgestimmt. Sie sieht vor, auf der Fläche des bestehenden 50-Meter-Beckens nicht nur das neue 25-Meter-Becken, sondern auch ein neues Gebäude für die Technik unterzubringen. Das Dach des Gebäudes werde als Terrasse gestaltet, sagt Schubert.

Die neue Tunnelrutsche, die in ein eigenes Landebecken mündet, wird am Rand der alten Becken-Fläche untergebracht. Der größte Unterschied zur ersten Planung besteht darin, dass die nicht mehr genutzte Becken-Hälfte nun nicht mehr der Liegewiese zugeschlagen wird. Angesichts der weiträumigen Wiesenflächen im Möbisburger Bad wird dies jedoch kaum als Nachteil angesehen.

Ausschreibung soll im Herbst erfolgen

Das alte Technikgebäude soll künftig für die Anlieferung und die geplante Beckenheizung genutzt werden. Die Kosten der Sanierung würde sich durch die Anpassung der Planung nicht verändern, sagt Schubert.

Der Bäder-Chef hofft, die Ausschreibungen für beide Bäder im Herbst starten zu können. Bis dahin soll nicht nur die zweite Baugenehmigung vorliegen, sondern auch die Finanzierung abgesichert sein.

Der Bund hatte im Vorjahr überraschend zugesagt, beide Maßnahmen zu fördern. Voraussetzung für die Zuwendungsbescheide ist jedoch der Nachweis der städtischen Eigenmittel. Diese stehen im Verwaltungsentwurf zum Nachtragshaushalt, der am 4. März vom Stadtrat beschlossen werden soll.

Eingeplant sind 3,7 Millionen Euro für das Dreienbrunnenbad und 3,1 Millionen Euro für Möbisburg. Der Bund beteiligt sich jeweils mit zwei Dritteln der Summen. Das Förderfenster ist bis 2023 geöffnet.

„Dreier“-Sanierung und Papierwehr-Umbau sollen möglichst parallel erfolgen

Einfluss auf den Zeitplan könnten noch Pläne des Umwelt-Landesamtes (TLUBN) nehmen. Das Landesamt wollte eigentlich ab dem vergangenen Herbst das Papierwehr neben dem Dreienbrunnenbad sanieren. Die Arbeiten sollten zeitgleich mit der Sanierung des „Dreiers“ stattfinden und waren schon bis ins Detail aufeinander abgestimmt.

Das Landesamt scheiterte aber zunächst an der Ausschreibung. Sollte nun ein weiterer Versuch unternommen werden, könnte der Baubeginn für das Dreienbrunnenbad entsprechend angepasst werden.

Denn der parallele Bau von Wehr und Bad werde aus Sicht der Bäder GmbH weiterhin favorisiert, sagt Schubert. „Die Sanierung des Dreienbrunnenbades findet aber in jedem Fall statt“, betont er. Die nächsten Gespräche mit dem TLUBN sollen im März stattfinden.

Im Gegensatz zu Möbisburg, wo vor allem das Becken samt Umfeld neu gebaut wird, kommen im Dreienbrunnenbad auch sämtliche Gebäude in die Kur. Geplant ist zudem ein Imbiss mit Außenbereich, der auch von Nicht-Besuchern des Freibades genutzt werden kann.

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