Alter Kreisstraße bei Riethnordhausen steht lange Sanierung bevor

Riethnordhausen  Strecke nach Walschleben wird bis 2021 erneuert. Umleitung auch über Mittelhausen und Kühnhausen

Die Kreisstraße K 16 wird langfristig für jeglichen Verkehr gesperrt . Die Bauarbeiten zwischen Walschleben und Riethnordhausen ziehen sich wahrscheinlich bis 2021 hin.

Die Kreisstraße K 16 wird langfristig für jeglichen Verkehr gesperrt . Die Bauarbeiten zwischen Walschleben und Riethnordhausen ziehen sich wahrscheinlich bis 2021 hin.

Foto: Henning Johr

Wer zurzeit mit dem Auto oder anders motorisiert von Walschleben nach Riethnordhausen fahren will, muss Umwege in Kauf nehmen. Die Kreisstraße K 16 ist seit Anfang August bis vorerst Mai nächsten Jahres wegen grundhafter Erneuerung gesperrt.

Als Umleitungen werden Strecken über die Erfurter Ortsteile Mittelhausen und Kühnhausen beziehungsweise über die Landkreis-Orte Haßleben, Ringleben und Gebesee empfohlen.

Insgesamt wird die rund 3,5 Kilometer lange Strecke in drei Bauabschnitte unterteilt. Die Arbeiten am ersten, 1350 Meter langen Teilbereich hat das Bauunternehmen Bauer GmbH bereits in Angriff genommen. Vom Bahnübergang in Walschleben beginnend wurde die alte Straße abgefräst und der Aushub für eine neue Trasse mit anderer Kurvenführung, die ein sichereres Fahren auf dieser Straße als bisher ermöglichen soll, begonnen.

Die Fahrbahnbreite wird 5,50 Meter plus 25 Zentimeter Randstreifen auf jeder Seite betragen. Damit ist der Neubau geringfügig breiter als die alte Straße. Parallel dazu wird auf der rechten Seite von Walschleben aus gesehen ein 2,5 Meter breiter Radweg angelegt.

Da Fördermittel des Landes für das Projekt lediglich in drei Jahresscheiben ausgereicht werden, wird sich der Bau der gesamten Strecke wahrscheinlich bis 2021 hinziehen. Außerdem gestaltet sich die Planung des neuen Bahnüberganges wegen interner Abläufe bei der Bahn und wegen des Umbaus der Sicherungstechnik äußerst ar-beitsaufwendig. Besonders berücksichtigt werden musste auch, dass die Straße ein Vogelschutzgebiet und ein Flora-Fauna-Habitat (FFH) zum Erhalt biologischer Vielfalt tangiert. In dem FFH-Gebiet geht es besonders um den Schutz der Helm-Azurjungfrau. Diese Libellenart steht regional schon auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Der Ausbau der wahrscheinlich dienstältesten Kreisstraße im Landkreis Sömmerda, die in den vergangenen 30 Jahren nur mit Kleinreparaturen befahrbar gehalten wurde, wurde in Riethnordhausen von vielen Einwohnern begrüßt.

Es gibt aber auch Stimmen, die hätten den alten Zustand lieber beibehalten. Mit dem Neubau würden bestimmt verstärkt Lkw, die Mautstrecken umfahren wollen, durch den Ort rauschen und die Straßen in Mitleidenschaft ziehen, so deren Argument.

Die gesamten Baukosten der neuen Straße, einschließlich einer Brückenerweiterung und mehrerer Durchlässe zur Entwässerung, werden auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.

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