Erfurt. Im Prozess wegen eines Überfalls in Erfurt geht die Staatsanwaltschaft von einer eindeutig rassistisch motivierten Tat aus. Alle Angeklagten sollen zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt werden.

Haftstrafen ohne Bewährung hat die Staatsanwaltschaft im Prozess um einen brutalen rassistischen Angriff auf drei Männer aus Guinea in Erfurt gefordert. Sechs der Angeklagten, die zumeist der rechtsextremen Szene zugerechnet werden, sollen wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden. Das forderten die Ankläger am Mittwoch in ihrem Schlussvortrag vor Gericht. Sie plädierten auf Freiheitsstrafen zwischen einem Jahr und drei Monaten sowie zwei Jahren und vier Monaten.